25. Oldtimertreffen in Sieglitz - Ausfahrt in das thüringische Eisenberg

Wethau

Das 25. Oldtimer-Treffen in Sieglitz war, wie die Jahre zuvor mit vielen Vorbereitungen verbunden. Das Team rund um Heino Kirbst jr. sorgte wie immer für die Zufriedenheit der mehreren hundert Besucher. Daneben waren aber auch die Sicherheitsbedürfnisse der Besitzer der teils Jahrhundert alter Fahrzeuge zu berücksichtigen.

Und auch der fast 80-jährige Senior Heino Kirbst ließ nichts „anbrennen“ - er hatte sein „Raritätenkabinett“ um alte Technik und Sehenswertes erweitert und für die Besucher geöffnet.

Dem Regen zuvor war es wohl geschuldet, dass zum Jubiläum etwas weniger Fahrzeuge an den Start gingen, als noch im Jahr zuvor. Das Wetter hatte dann aber Einsicht und blieb beständig trocken. Rund 130 Fahrzeuge platzierten sich auf den für ihren Fahrzeugtyp vorgesehenen Stellplatz. Im Mittelpunkt standen wie in jedem Jahr die Highlights der Branche. Aus Tornau bei Lützen waren z. B. Hella und Gerd Eichardt mit ihrem Borgwardt, Baujahr 1936 angereist. Sie haben in ihr Fahrzeug viel Fleiß, Geduld und Geld investiert, das sie einst als Schrott erworben hatten. Seit 25 Jahren sind auch Brigitte und Wolfgang Köber aus Thalbürgel in Sieglitz mit ihrem BMW TIXI, Baujahr 1935 dabei. Und sie hatten auch gleich ihren Neffen Andre mit seinem „VW Käfer“ mitgebracht.

Diesmal stand eine Ausfahrt ins das thüringische Eisenberg bevor. Böllerschüsse um 10.00 Uhr kündigten den Start an. Heino Kirbst jr. begrüßte die Gäste, Landrat Götz Ulrich wünschte gute Fahrt - eine Tradition die schon Vorgänger Harry Reiche pflegte. Den Landrat begleiteten Verbandsgemeindebürgermeisterin Kerstin Beckmann und der Bürgermeister Rolf Werner. Auch dabei Verbandsgemeinderatsvorsitzender Andreas Seidel.

Ein Telefonat des Landrats mit seinen Amtskollegen Andreas Heller aus dem Saale Holzlandkreis führte wegen Urlaub nicht zu einem kurzfristigen Treffen. Götz Ulrich überbrachte die Botschaft, das man mit den „Nachbarn in Thüringen einen gemeinsamen Tourismusverband gründen wird. Man will Kreis- und Länderübergreifend die Regionen im Tourismus vernetzen. Das Projekt Zuckerbahn - Radweg von Zeitz über Osterfeld nach Camburg ist ein gutes Beispiel“.

Entlang der Fahrtroute winkten Kinder und Erwachsene und in der Ortschaft Gösen, drei Kilometer vor Eisenberg hatte man Wimpel wie bei einem Dorffest zur Begrüßung aufgehangen. Und dann konnten sich im thüringischen Eisenberg die Teilnehmer der Ausfahrt von den angekündigten kulturellen Kostbarkeiten überzeugen. Die einstige Residenz Sachsen-Eisenberg mit seiner Schlosskapelle, die Herzog Christian 1679 bis 1692 errichten ließ, bot neben seiner Donat-Trost-Orgel, die zu den bedeutendsten Instrumenten im thüringisch-sächsischen Raum gehört, viel Sehenswertes. Viel Lob von den Teilnehmern, auch von dem Ehepaar Gisela und Friedrich Prüfer aus Schönburg, die seit 25 Jahren Freunde dieses Treffen sind und dem Projekt großen Respekt zollen.

Text und Foto: W. B.

Artikel veröffentlicht am 14.08.2019 von Heimatspiegel Verbandsgemeinde Wethautal mit Sitz in der Stadt Osterfeld 18 / 2019