Zurückschneiden von Sträuchern und Ästen, die über die Grundstücksgrenze hängen oder öffentliche Einrichtungen verdecken

Winsen

Aus gegebener Veranlassung sei an dieser Stelle noch einmal vorbeugend auf diese Regelungen eingegangen.

Es dauert nicht mehr lange bis zum Beginn der Vegetationsperiode, deshalb wird darauf hingewiesen, dass es Sträuchern und Bäumen nicht gut tut, während des Wachsens beschnitten zu werden.

Bedenken Sie dies bitte, wenn Sie in Ihrem Garten tätig werden und schneiden Sie großzügig zurück, damit auch im Laufe der Vegetationsperiode keine Verkehrsbeeinträchtigungen und –gefährdungen entstehen.

Bäume, Hecken, Sträucher und sonstige Bepflanzungen sind soweit

zurückzuschneiden, dass sie nicht die Sicht auf amtliche Verkehrszeichen und – einrichtungen, Hinweisschilder, Hausnummern, Straßennamensschilder, Straßenlampen und Löschwasserentnahmestellen verdecken.

Über die Grundstücksgrenze hängende Zweige von Bäumen und Sträuchern sind über den Geh- und Radwegen sowie den Seitenstreifen bis zu einer Höhe von 2,50 m und über den Fahrbahnen und Parkstreifen bis zu einer Höhe von 4,50 m zu beseitigen. Überhängende trockene Äste und Zweige sind vollständig zu entfernen.

Die Gemeindeverwaltung wurde von verschiedenen Bürgern darauf hingewiesen, dass nach dem Naturschutzgesetz ein Beschneiden von Gehölzen, wie Hecken und Einzelbäumen zwischen dem 1. März und 30. September nicht zulässig sei.

Dies ist nur teilweise richtig. Der Gesetzestext des § 37 Abs. 1 des Niedersächsischen Naturschutzgesetzes lautet vollständig:

In der Zeit vom 1. März bis 30. September dürfen in der freien Natur und Landschaft Hecken und Gebüsche heimischer Arten und außerhalb des Waldes stehende Bäume nicht zurückgeschnitten, gerodet oder erheblich beschädigt werden.

Bei dem Begriff „freie Natur“ dürfte zweifelsfrei sein, dass hier nicht eingezäunte und bewirtschaftete Grundstücke, z. B. Wohngrundstücke, gemeint sind.

Artikel veröffentlicht am 08.04.2021 von Mitteilungsblatt der Gemeinde Winsen 14 / 2021