Dr. Stefan Kannewischer (mi.) und Mario Müller, Abteilungsleiter Technik (r.) erläutern Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher die umfassenden Hygienemaßnahmen und technischen Abläufe in der Spreewaldtherme. Amtsdirektor Tobias Hentschel (3. V. r.) hatte die Ministerin eingeladen, um vor Ort deutlich machen zu können, wie wichtig touristische Einrichtungen wie die Therme für den Kurort und die Region sind.
Im Keller der Spreewaldtherme arbeitet moderne und leistungsstarke Technik, wie Mario Müller, Abteilungsleiter Technik (2. v. l.), den Gästen zeigte: v. r. Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger, Geschäftsführer Dr. Stefan Kannewischer, Amtsdirektor Tobias Hentschel, Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher und Landtagsabgeordnete Roswitha Schier (l.).

Zukunft des Kurortes und Eindämmung des Virus im Blick

Burg

Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher besuchte Kurort Burg (Spreewald)

„Ich bin beeindruckt von der Bereitschaft und dem Einfallsreichtum, mit denen Hygiene-Konzepte vor Ort erarbeitet und umgesetzt werden“, sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher bei ihrem Besuch im Kurort Ende Mai. Mittlerweile hat seit zweieinhalb Wochen auch die SpreewaldTherme wieder geöffnet.

Burg (Spreewald). Gut zwei Monate ab dem 18. März war die Tourismuswirtschaft nahezu zum Erliegen gekommen. Viele Betriebe sind dadurch in Existenznot geraten. Mit einem Positionspapier hatten die Spreewaldkommunen Lübbenau, Lübben und Burg (Spreewald) der die Landesregierung bereits Anfang April ein Konzept für den Neustart der Tourismusbranche vorgelegt. Dass nach den Lockerungen für Paddelbootverleiher, Kahnfährbetriebe und Gastronomie ab 25. Mai auch die Hotellerie und ab dem 13. Juni die Schwimmbäder und Thermen wieder öffnen durften, auch dafür hatte sich der Kurort beim Land stark gemacht.

Die Einladung von Amtsdirektor Tobias Hentschel nahm die Gesundheitsministerin dann gern an. Neben dem Mediclin Reha-Zentrum besuchte sie die noch geschlossene Spreewaldtherme, wo sie bei einem Rundgang aus erster Hand erfahren konnte, wie die vor Ort gemeinsam mit den hiesigen Unternehmen erarbeiteten Hygienekonzepte umgesetzt werden.

"Mit jeder weiteren Lockerung steigt das Infektionsrisiko wieder und wir werden das Geschehen sehr genau beobachten, um gegebenenfalls schnell handeln zu können“, so Nonnemacher.

Angesichts weitreichender Einschränkungen zur Eindämmung des Corona Virus wurde über langfristige Planungen im erneuten Pandemiefall im ländlichen Raum debattiert. Im Amt Burg (Spreewald) hat es seit Ausbruch der Pandemie keine bestätigten COVID-19-Fälle gegeben. Insofern begrüßt der Kurort eine Regionalisierung von Einschränkungen bei positiven Testergebnissen.

In einer Gesprächsrunde mit weiteren Leistungsträgern wurde zudem rategische Ausrichtung als moderner Gesundheits- und Kurort thematisiert. „Wir wollen die Nutzung der Sole, unseres Kurmittels, noch mehr in die Breite bringen und haben Ministerin Nonnemacher hierfür um Unterstützung gebeten“, erklärt Tobias Hentschel.

"Ich habe mich sehr gefreut, in Burg so engagierte Menschen zu treffen, die beides im Blick haben: die Zukunft ihres Kur- und Gesundheitsortes und die Eindämmung des Virus", erklärt die Ministerin. (möb/PM)

Artikel veröffentlicht am 01.07.2020 von Burger Spreewald Zeitung | Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald) 7 / 2020