Weltgebetstag 2019

Fränkisch-Crumbach Crumbach

Kommt, alles ist bereit

Unter dieses Motto wurde der diesjährige Weltgebetstag gestellt. Und so war es auch. Am 1. März war in der katholischen Kirche hier in Fränkisch-Crumbach alles bereit. Katholische und evangelische Frauen hatten diesen Gottesdienst voller Begeisterung vorbereitet. Sie nahmen sich der Lieder, der Thematik, dem Land und den Gewohnheiten und besonders der Frauen des Landes Slowenien an.

Slowenien, ein wunderschönes Land und eine ehemalige Teilrepublik Jugoslawiens, war schon zu Titos Zeiten ein wirtschaftlicher Motor im sozialistisch-kommunistisch geprägten Staat. Seit seiner Unabhängigkeit im Jahre 1991 hat es sich zu einem Land weiterentwickelt, dem es heute wirtschaftlich gut geht, das über ein gut ausgebautes Straßennetz verfügt und offen ist für einen fairen Tourismus.

Der Gottesdienst wurde von Magrit Thamm federführend gestaltet. Mit dabei waren Bianka Heumann, Gabi Laurentzsch und Andrea Rüttgers von katholischer Seite. Renate Weidmann, Irene Spörl, Brigitte Rimml Christine Warmbold und Helga Schimpf waren von den evangelischen Frauen mit den Vorbereitungen betraut. Musikalisch begleitete die einprägsamen Lieder Pfarrer Worch auf dem Harmonium und Silke Schürger mit der Gitarre.

Während des Gottesdienstes erzählten 5 Frauen von ihrem Leben in Slowenien. Marjeta, dargestellt von Brigitte Rimml, berichtete, dass sie kein Stipendium erhielt, weil Religion im sozialistisch-kommunistisch gepräägten Staat damals sanktioniert wurde. Mojca, eine 34-jährige moderne Frau konnte studieren und arbeitet heute als Forscherin in einem wissenschaftlichen Institut. Sie wünscht sich, dass Arbeit und Familie besser zu vereinbaren wären. Dargestellt wurde sie von Christine Warmbold. Marija, 80 Jahre alt, erzählte, dass sie auf einem kleinen Bauernhof lebt. Sohn und Schwiegertochter sind arbeitslos, sodass alle von einer kleinen Rente und den eigenen Erzeugnissen leben müssen. Gabi Laurentzsch lieh ihr ihre Stimme. Renate als Ema berichtete von den Problemen einer Frau, in deren Familie Alkoholmissbrauch und Gewalttätigkeit zum Alltag gehören. Natascha, gesprochen von Andrea Rüttgers, erzähle von den Schwierigkeiten von Roma-Familie.

Nach einem verkürzten Bibeltext nach Lk. 14 wurde das dort angesprochene Thema einer Einladung aktualisiert. Unterbrochen wurden die Lesungen durch die entsprechenden Lieder, die als kleines Liederbuch zu Beginn ausgeteilt wurden.

Das gesungene Vater Unser wurde durch Gesten unterstützt. Den Abschluss bildete das Lied - Der Tag ist um, die Nacht kehrt wieder - .

Unter dem Motto: Kommt, alles ist bereit! Und dem Untertitel „Es ist noch Platz“ begaben sich die Gottesdienstbesucher und das Vorbereitungsteam in das Räumchen der katholischen Kirche, das schnell dicht besetzt war. Dort wurden typische herzhafte und süße Speisen aus Slowenien angeboten, die vom Vorbereitungsteam hergestellt wurden. Außerdem gab es original slowenischen Weiß- und Rotwein.

Im Namen all dieser Frauen mit ihren Problemen wurde ein einprägsamer Gottesdienst abgehalten. Hier zeigte sich wahre Oekumene und interreligiöse Zusammenarbeit.

Artikel veröffentlicht am 14.03.2019 von Fränkisch-Crumbacher Nachrichten 11 / 2019