Panorama Schloss Ratibor-Nörr Quelle: Tourist-Information
Prunksaal im Schloss Ratiborkl Quelle: Tourist-Information

Schloss Ratibor

Roth

Der Bau der Markgrafen von Brandenburg-Ansbach zählt zu den gut erhaltenen Beispielen von Schlossbauten der deutschen Frührenaissance. Georg der Fromme errichtete 1535-1538 in seiner Oberamtsstadt Roth dieses repräsentative Jagdschloss. Ausschlaggebend waren der Wald- und Wildreichtum in der Umgebung. Finanziert hat er den Neubau mit den Einkünften aus seinen schlesischen Besitzungen, vor allem den Fürstentümern Oppeln und Ratibor, deshalb nannte er es „Schloss Ratibor an der Retzet“ (Rednitz). Nach der Abdankung des letzten Markgrafen 1791 erwarb Joh. Phil. Stieber das Gebäude für eine Fabrikationsstätte leonischer Drähte.

Von 1858 bis 1892 befand sich im Hauptbau der Sitz des Landgerichtes. Um die vorletzte Jahrhundertwende ließ Wilhelm von Stieber das Schloss von namhaften Künstlern des Historismus wie Ferdinand Wagner, Rudolf von Seitz, Friedrich Wanderer und Conradin Walther im Stil der deutschen und italienischen Spätrenaissance neu ausgestalten: Kunstvoller Stuck im marmornen Treppenhaus, intarsienreiche Holzverkleidung im Kaminzimmer, Wintergarten und Speisesaal sowie der herrliche Prunksaal mit Deckengemälden, die Themen aus der antiken Sagenwelt zeigen und Gobelinmalereien mit Szenen aus Homers Odyssee. 1942 ging das Schloss als Geschenk an die Stadt Roth über.

Im zweiten Stock ist das Museum Schloss Ratibor untergebracht. Im ehemaligen Marstall befinden sich die Stadtbücherei und der Markgrafensaal. Der Ostflügel beherbergt die städtische Tourist-Information.

Kontakt & Lage

Hauptstraße 1
91154 Roth

www.schloss-ratibor.de

Artikel veröffentlicht am 06.04.2020 von Tourist-Information im Schloss Ratibor