Schifffahrts- und Heimatmuseum auf Spurensuche

Aken

Aluminiumwerk Aken

Am 29.10.1941 wurde in Aken, gegenüber dem Magnesit Werk, auf dem heutigen ilako-Werksgelände ein Aluminiumwerk in Betrieb genommen. Dieses Werk nahm mehr als die Fläche des ilako-Geländes ein, reichte also bis zu den dahinterliegenden Feldern. Allerdings sollte es noch beträchtlich erweitert werden. Das Umspannwerk in Susigke wurde extra für dieses Werk gebaut.

Das Aluwerk wurde als Lieferant für die florierenden Dessauer Junkers-Werke errichtet, war eines der größten Werke in Aken und hätte in der finalen Ausbaustufe wohl zu der größten in Europa gehört.

Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde das gesamte Werk innerhalb weniger Monate abtransportiert und dem Erdboden gleichgemacht.

Heute zeugt nur noch die niedrige Mauer entlang des Elberadweges, die Wache an der Einfahrt zu ilako und der Bahndamm von den einstigen Dimensionen.

Bis auf ein Foto und einem teilweisen Werksplan ist leider nichts mehr an Unterlagen vorhanden.

Wenige betagte Akener haben überhaupt noch Erinnerungen an diese Zeit des Aufschwungs. Heute ist das größte Bauprojekt in Aken fast vollständig in Vergessenheit geraten. Um dieses wichtige Stück Akener Geschichte zu beleuchten, gehen die Mitarbeiter des Schifffahrts- und Heimatmuseums auf Spurensuche. Wenn Sie über Bilder, Pläne oder ähnliches zum einstigen Aluminiumwerk in Aken (Elbe) verfügen und diese mit den Mitarbeitern des Schifffahrts- und Heimatmuseum teilen möchten, könne Sie sich bei dem ehrenamtlicher Mitarbeiter des Schifffahrts- und Heimatmuseums Aken (Elbe), Nils Martinek, Schützenplatz 6, 034909 39418, melden.

Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei Herrn Hubert Ziemer für seine hilfreichen Unterlagen.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Schifffahrts- und Heimatmuseums Aken (Elbe)
Artikel veröffentlicht am 31.03.2021 von Amtsblatt der Stadt Aken (Elbe) 3 / 2021