Salinenhäuser ©Stadt Traunstein
Salinenkapelle Sommer ©Stadt Traunstein

Salinenkapelle und Salinenhäuser

Traunstein

Von 1619 bis 1912 wurde in Traunstein Salz erzeugt. Durch die Soleleitung – ein technisches Meisterwerk von Hans und Simon Reiffenstuel und die erste aus Holzdeicheln bestehende „Pipeline“ der Welt – strömte die Reichenhaller Sole über Inzell und Siegdorf in das Sudhaus der Traunsteiner Saline. Heute befindet sich dort, wo bis 1924 die Salzsiedestätte stand, der Karl-Theodor-Parkplatz. Geistliches Zentrum der Au war die Salinenkapelle. Der ortsansässige Maurermeister Wolf König erbaute sie 1630/31 nach Plänen des bedeutenden Münchner Hofmaurermeisters Isaak Bader. Erst im Jahr 1671 wurde die Salinenkapelle – der bedeutendste Sakralbau der Stadt Traunstein – dem Salzheiligen Rupert und dem Namenspatron Herzog Maximilian (ab 1623 Kurfürst), dem Gründer der Saline, geweiht.

Die Werksiedlung der Saline bestand aus mehreren Salinenhäusern. Sie wurden nach den Mitgliedern des Hauses Wittelsbach benannt und trugen die Namen Wilhelmi-, Maximiliani, Ferdinandi- und Alberti-Stock. Jeder „Stock“ vereinigte unter seinem Dach jeweils ein Pfieselhaus (zum Härten des Salzes) im Erdgeschoss, darüber zwei Salzbehälter sowie Wohn- und Werkstätten.

Artikel veröffentlicht am 14.01.2020 von STADT TRAUNSTEIN