Die Stadtmarketing- und Galerie-Verantwortliche der Stadt Bischofswerda, Madlen Raupach, präsentiert das neueste Räuchermännchen mit Schiebock-Bezug – passend zum Carl-Lohse-Jubiläumsjahr. Foto: Stadt Bischofswerda

Räuchernder Carl Lohse fürs Wohnzimmer

Bischofswerda

Mit Mischpalette und Pinsel steht er vor einer Staffelei, auf der Leinwand ein Portrait. Kunstliebhaber erkennen ihn sofort: Es ist Carl Lohse vor seinem Selbstportrait – nach alter Handwerkstradition von Ratags aus Langenwolmsdorf gefertigt. Nach einer Räucherfrau und verschiedenen Räuchermännern mit Schiebock-Symbolen kann er als Neuling in der Räucherfigurensammlung der Stadt Bischofswerda ab sofort für 22,90 Euro im Bürger- und Tourismusservice erworben werden.

Der Carl Lohse in Miniatur-Form beendet damit vermeintlich das Jubiläumsjahr des Künstlers, welches vom Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien gefördert wurde. Denn die gleichnamige Galerie feierte in diesem Jahr seinen 125. Geburtstag und 55. Todestag mit verschiedenen Sonderausstellungen und Veranstaltungen. Konnte die erste Schließung der Galerie im Frühjahr gut überbrückt werden, so wird nun gebangt. „Die letzte Sonderausstellung ,Lohse. Restauriert.‘ konnte bisher noch niemand sehen“, erklärt Madlen Raupach, Verantwortliche für die Galerie. „Am 4. November sollte sie eröffnet werden, bis zum 20. Dezember zu sehen sein.“ Inzwischen wird damit gerechnet, dass die Galerie in diesem Jahr nicht mehr öffnen wird. „Wir haben bereits alles in die Wege geleitet, dass die Ausstellung bis ins neue Jahr verlängert werden kann und die ausgefallenen Begleitveranstaltungen nachgeholt werden können.“ Ob und wann die Carl-Lohse-Galerie wieder für Besucher öffnen kann, ist dennoch unklar. Alles hängt vom Infektionsgeschehen und den nächsten Verordnungen ab.

Artikel veröffentlicht am 21.11.2020 von Mitteilungsblatt Bischofswerda - Ihre Heimat- und Bürgerzeitung 45 / 2020