Rothirsch

Zschorlau

Erstes Heft der Zeitschrift „Lebendige Vielfalt im Westerzgebirge“ erschienen

Tier- und Pflanzenwelt des Westerzgebirges im Fokus

Kürzlich ist die erste Ausgabe der Zeitschrift „Lebendige Vielfalt im Westerzgebirge“ erschienen, deren Ziel es ist, über Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft des westlichen Erzgebirges, deren Gefährdung und die Bemühungen zu ihrem Schutz zu informieren. Es handelt sich um eine Gemeinschaftsarbeit von Landschaftspflegeverband Westerzgebirge e. V. und NABU Aue-Schwarzenberg e. V., weil wir finden, dass es an der Zeit ist, über verschiedene regionale Aspekte dieses in letzter Zeit zunehmend an Bedeutung gewinnenden Themas zu berichten und die Bemühungen darzustellen, mit denen wir versuchen, zum Erhalt der Tier- und Pflanzenwelt im Westerzgebirge beizutragen.

Das Titelthema dieses ersten Versuchs widmen wir dem Rothirsch, einer sehr imposanten und beeindruckenden, aber mittlerweile sehr versteckt lebenden Art, die man in der Region derzeit kaum noch sieht oder hört, deren Schicksal einen traurig machen kann und das viele Menschen bewegt. Aber auch die Wiesenbrüter werden nicht vergessen. Sie sind ein besonders eindrucksvolles Beispiel dafür, wie stark sich die Dinge in unserer scheinbar noch intakten Natur schon verändert haben und was für Schätze uns da gerade verloren gehen. Solche Entwicklungen dürfen sich nicht fortsetzen. In Sachsen stehen Wahlen vor der Tür. Es sollte uns nicht nur wichtig sein, welche Rezepte die Parteien gegen den Klimawandel verschreiben, sondern auch, was sie gegen den rasanten Niedergang der biologischen Vielfalt anzubieten haben. Mit einer ruinierten Tier- und Pflanzenwelt lässt sich das Klima nämlich nicht retten.

Wir werden uns bemühen, in loser Folge weitere Ausgaben folgen zu lassen. Die 24 Seiten umfassende Zeitschrift ist in allen Stadt- und Gemeindeverwaltungen und Tourismusinformationen der Region kostenlos erhältlich.

Luise Eichhorn/Matthias Scheffler
Landschaftspflegeverband Westerzgebirge/NABU Aue-Schwarzenberg
Artikel veröffentlicht am 14.09.2019 von Amtsblatt der Gemeinde Zschorlau 9 / 2019