Realschule plus Vulkaneifel Ulmen/ Lutzerath

Ulmen

Autorenlesung mit Stefan Gemmel

Anfang Mai war Stefan Gemmel zu Gast an der Realschule plus Vulkaneifel Ulmen/Lutzerath, um den Schülerinnen und Schülern der 7. - 10. Klassen aus seinen Jugendromanen vorzulesen. Es war der zweite Besuch des renommierten Autors an der Schule, der 46 Bücher in 21 Sprachen veröffentlicht hat.

Den Schülerinnen und Schülern der 7. - 8. Klasse stellte der Autor die Trilogie „Schattengreifer“ vor. Die Thematik der Buchreihe wurde nicht nur durch das Vorlesen von einzelnen Textpassagen veranschaulicht, sondern auch durch entsprechendes Bildmaterial. Der Autor schilderte ebenfalls sehr anschaulich den Weg vom Manuskript zum fertigen Buch und berichtete aus dem Leben eines Autors.

In dem Roman „Begreifungsschlag“ greift Stefan Gemmel das Thema von straffällig gewordenen Jugendlichen auf, die ein Anti-Gewalt-Training absolvieren. Die Hauptperson des Buches ist Maik. Stefan Gemmel las den Schülerinnen und Schülern der 9. - 10. Klasse Auszüge aus seinem Werk vor und erklärte einzelne Zusammenhänge, bevor die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss die Möglichkeit hatten, Fragen zu stellen. Der Autor hatte für dieses Buchprojekt über ein Jahr intensiv recherchiert. Aus den vielen Erzählungen der realen Personen hat er seinen Roman zusammengesetzt. So ist die Geschichte in „Befreiungsschlag“ fiktiv, die Realität dahinter allerdings nicht. Dies berichtete er durch zahlreiche Beispiele aus dem Anti-Gewalt-Training sehr anschaulich, und stellte einige Übungen mit Schülern nach.

Es waren zwei erfolgreiche Lesungen an der Realschule plus Vulkaneifel, denen die Schülerinnen und Schüler gespannt zuhörten. Es wird bestimmt nicht die letzte Autorenlesung mit Stefan Gemmel sein, die an unserer Schule stattfinden wird.

Die Lesungen wurden dankenswerterweise von unserem Förderverein sowie dem Friedrich-Bödecker-Kreis Rheinland-Pfalz, dem Ministerium für Bildung und dem Pädagogischen Landesinstitut unterstützt. Des Weiteren spendeten zahlreiche Unternehmen, auch ihnen ein großes Dankeschön: Möbel May, Firma Alois Mertes, Firma Wallebohr, Dres. Klötsch / Wolfermann / Lehrmann / Scheer, Firma Gehl, Firma Stoll, Firma Biermann, Dr. Tim Feige, Sparkasse Mittelmosel Eifel Hunsrück und VGV Ulmen.

Polizeiinspektion Cochem sensibilisiert Schüler der Realschule plus Vulkaneifel Ulmen/Lutzerath

Die Realschule plus Vulkaneifel Ulmen/Lutzerath lud Polizeihauptkommissar Michael Nowak von der Polizeiinspektion Cochem als außerschulischen Experten zum Projekt „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ ein. Gegen Drogen- und Alkoholmissbrauch muss präventiv gewirkt werden, damit sich Jugendliche frühzeitig über die möglichen Folgen eines solchen Verhaltens im Klaren sind.

Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen wurden im Verlauf des Projektes durch Herrn Nowak nicht nur über die Gefahren, die Alkohol und andere Drogen beim Führen eines Fahrzeuges, ebenso Rad und Mofa, im Verkehr verursachen informiert, sondern auch auf die rechtlichen und finanziellen Konsequenzen, die auf den Fahrer, der unter Drogen- und Alkoholeinfluss steht, zukommen.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung wurden auch unter anderem folgende Fragen beantwortet: Wie erkennt die Polizei, ob ein Fahrer unter Drogen- oder Alkoholeinfluss steht? Wie läuft eine Verkehrskontrolle ab? Wann muss man zur Blutprobe? Was passiert, wenn ich während der Fahrt auf das Handy schaue?

Polizeioberkommissar Nowak verstand es durch einprägsame Beispiele von Unfällen unter Drogeneinfluss die Schüler zu intensivem Nachdenken anzuregen und eine große Betroffenheit zu erzeugen.

Anschauliche Bilder, Zahlen und ein Video beeindruckten die Neunt- und Zehntklässler, die mit Broschüren und Infomaterial versorgt, hoffentlich niemals in einen durch Alkohol oder Drogen verursachten Unfall verwickelt werden.

Dem Abwasser auf der Spur - Lutzerather Realschüler besuchten Kooperationspartner

Im Rahmen der Projekttage besuchten die Sechstklässler der RS+ Vulkaneifel die Kläranlage des Kooperationspartners der VG Ulmen in Ulmen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten sich vorab Gedanken über den täglichen Gebrauch von Wasser und der damit verbundenen Wasserverschmutzung gemacht.

Herr Jäger und seine Kollegen erwarteten die Gruppe mit ihren Lehrerinnen bereits an der Kläranlage. Dort erklärte er anschaulich die einzelnen Reinigungsschritte des Abwassers, von der mechanischen Reinigung wie Rechen und Sandfang bis zur biologischen Reinigung im Belebungsbecken.

Es war überraschend zu sehen und zu hören, was so alles in der Kläranlage ankommt, was definitiv nicht in die Toilette gehört, von Schmuck über Zahnersatz bis hin zu Hygieneartikeln und anderem Abfall. Auch der Müll, der achtlos auf die Straße geworfen wird, landet teilweise im Klärwerk und muss dort aussortiert werden. Daher sammelten die beiden 6. Klassen auf dem Fußweg zum Klärwerk Müll am Wegesrand auf und füllten mehr als 10 Eimer voll.

Im Labor der Kläranlage konnten die Schülerinnen und Schüler die Bakterien aus dem Belebungsbecken unter dem Mikroskop betrachten. Es war interessant zu sehen, wie viele unterschiedliche Einzeller zu sehen waren. Wasserproben aus den verschiedenen Reinigungsschritten wurden zudem verglichen und mit einigen Testmethoden untersucht.

Im Nachklärbecken konnte beobachtet werden wie sich der „Bakterienschlamm“, der zur Düngung weitergenutzt werden kann, absetzt und das klare Wasser zum Schluss wieder in den Wasserkreislauf zurückgeführt werden kann. Ein Teil dieses Wassers wird bei Bedarf zur Reinigung der Kläranlage genutzt. Ebenso wird die entstehende Wärme zur Heizung des Betriebsgebäudes genutzt - Ein nachhaltiges Konzept, dass unnötige Kosten einspart.

Nachdem Herr Jäger und seine Kollegen geduldig eine Vielzahl von Fragen beantwortet hatten, waren sich die Schülerinnen und Schüler einig, dass die Arbeit als Fachkraft für Abwassertechnik sehr vielseitig ist. Erste Interessenten für ein Schülerpraktikum bei unserem Kooperationspartner gibt es nach dem Besuch bereits.

Artikel veröffentlicht am 16.05.2019 von Vulkan Echo 20 / 2019