Bei der Eröffnung der Playmobil-Ausstellung „Das Römische Leben“ bildeten sich rings um das von Erik Strümpel, und seiner Familie realistisch nachgebaute römische Bedaium-Seebruck große Besuchertrauben. Groß und Klein waren gleichermaßen begeistert. Die Ausstellung läuft noch bis 8. September im Römermuseum Bedaium in Seebruck.
Erik Strümpel (links) bei der Eröffnung seiner Playmobil-Ausstellung „Das Römische Leben“ im Römermuseum Bedaium in Seebruck. Der 1. Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium Josef Schwab begrüßte die Gäste im Senatorengewandt.
Bürgermeister Bernd Ruth (links) dankte Erik Strümpel und seiner Familie (rechts) bei der Eröffnung ihrer historischen Playmobil-Ausstellung „Das Römische Leben“. Sie läuft noch bis 8. September im Römermuseum Bedaium in Seebruck.

Playmobil-Ausstellung im Seebrucker Römermuseum läuft bis 8. September

Seeon-Seebruck Seeon

läuft bis 8. September

Seeon-Seebruck. Vor rund 2000 Jahren entstand das römische Bedaium-Seebruck, vor bald 50 Jahren eroberten die ersten Playmobil-Figuren den Spielemarkt und die Herzen unzähliger Kinder, seit 40 Jahren gibt es den Heimat- und Geschichtsverein Bedaium und im vergangenen Jahr feierte das Römermuseum Bedaium in Seebruck sein 30-jähriges Bestehen. Dass diese vier Jubiläen nun im Rahmen der Playmobil-Ausstellung „Das Römische Leben“ im Erdgeschoss des Museums quasi zusammengeführt werden, ist dem Schneizlreuther Playmobil-Liebhaber und - Experten Erik Strümpel und der Tourist-Information in Seebruck zu verdanken. „Ich wollte nicht schon wieder zu einer weit entfernten Playmobil-Börse reisen und habe einfach mal in einigen Gemeinden im Chiemgau nachgefragt, ob sie Interesse an einer solchen Ausstellung hätten und hier in Seebruck war man davon gleich begeistert“, freute sich Strümpel nach der offiziellen Enthüllung mit seiner Ehefrau und Tochter, die bei der wochenlangen Vorplanung und dem dreitägigen Aufbau eifrig mitgewirkt hatten. Auf einer Fläche von sechs Quadratmetern erstreckt sich das Miniatur-Bedaium, das in der Form noch nie ausgestellt worden ist. Der Betrachter erkennt in dem sogenannten „playmobil-Diorama“ das realistisch dargestellte Nordufer des Chiemsees und die obere Alz inklusive Brücke, über die die römische Fernstraße Salzburg-Augsburg führt. Nachgestellt ist auch die einstige römische „Benefiziarier-Station“ (dies war eine Art Polizeistation) als Vorläufer des spätantiken Kastells, ein römischer Tempel, der antike Zentralplatz, auf den Archäologen jüngst unweit des neuen Rathauses gestoßen sind, und eine imposante Stadtvilla. „Auf der Ausstellungsfläche befinden sich rund 100 Figuren, ohne Tiere und Zubehör“, so Strümpel. Als Kind sei er vor über 40 Jahren erstmals mit Playmobil in Kontakt gekommen und diese Leidenschaft habe ihn nie mehr losgelassen.

„Im Herzen sind wir ja alle Kind geblieben und so spricht diese Ausstellung über das römische Leben in Seebruck nicht nur die jungen Besucher an, sondern auch uns Erwachsene“, meinte der 1. Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Bedaium Josef Schwab, nachdem er die zahlreichen Gäste bei der Eröffnung im Senatorengewand auf Lateinisch begrüßt hatte. Ein herzlicher Dank gelte der Gemeinde Seeon-Seebruck um Bürgermeister Bernd Ruth und der Tourist-Info unter der Leitung von Anna Esterlechner sowie deren Stellvertreter, dem Römer-Experten, Museumsführer und historischen Darsteller „Legionär“ Matthias Ziereis, die die Ausstellung in Kooperation mit dem Heimat- und Geschichtsverein Bedaium möglich gemacht hätten. Das Museumsteam freue sich auf zahlreiche Besucher aus nah und fern, so Schwab.

Man werde mit dieser Sonderausstellung bis zum Ende der Sommerferien viele Familien ins Museum locken können, meinte Rathauschef Ruth und dankte der ausstellenden Familie Strümpel. Zudem hoffte er darauf, dass ein Teil der in den letzten Jahren bei archäologischen Grabungen in Seebruck geborgenen Funde wieder aus München zurückkomme. „Es ist ganz wichtig, dass man besondere Fundstücke den Leuten im Museum zugänglich macht, denn sonst gibt es irgendwann keinen Bezug mehr“, so Ruth. Der Heimat- und Geschichtsverein Bedaium kümmerte sich bei der Vernissage ums leibliche Wohl der Gäste. Zu besichtigen ist die Playmobil-Ausstellung noch bis 8. September mittwochs bis freitags von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr sowie samstags und sonntags von 14 bis 16 Uhr im Römermuseum in Seebruck. mmü

Artikel veröffentlicht am 23.08.2019 von Seeon-Seebrucker Nachrichten 34 / 2019