Arche Noah - Pfründehaus Foto: Quelle: Stadt Wolframs-Eschenbach

Pfründehaus

Wolframs-Eschenbach

In der Färbergasse liegt das Pfründehaus. Der traditionelle Hausname deutet darauf hin, dass hier ursprünglich ein Geistlicher wohnte. Im Gegensatz zu den umliegenden älteren Häusern in diesem Viertel ist das Gebäude zweigeschossig und drückt Wohlstand aus. Es stammt von 1410 und hat sich wie kaum ein anderes Haus aus dieser Zeit seinen originalen Zustand weitgehend bewahrt: insbesondere sein formenreiches Krüppelwalmdach, das wie ein Hut raffinierten Schatten spendet.

Eschenbach lebte vom Austausch der Ideen und Güter. Die Stadt war sowohl religiöser als auch wirtschaftlicher Anziehungspunkt: Auswärtige Familien und Handelsherren stifteten im späten Mittelalter mehrere Pfründen im Ort, um weltlichen Priestern des Liebfrauenmünsters ein erkleckliches Auskommen zu ermöglichen. Schon 1374 richteten die Nürnberger Patrizier Berthold und Gertrud Holtzschuher eine Pfründe ein; 1410 folgte eine Stiftung des Nürnberger Bürgers Eckhard Neydung und seiner Frau Alheit.

Artikel veröffentlicht am 01.03.2018 von Stadt Wolframs-Eschenbach Kultur