Pfarrei St. Andreas Nesselwang

Nesselwang
Pfarrgemeinde im Gespräch/Pfarrversammlung:

Der Pfarrgemeinderat lädt am Sonntag, 20. Oktober zu einer Pfarrversammlung ins Pfarrheim ein. Beginn ist nach dem Gottesdienst um ca. 10:45 Uhr. Es werden Bilder von der Pfarrei rund ums Jahr gezeigt. Danach ist Zeit für Fragen, Anregungen, und die Möglichkeit, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Unser neuer Kaplan

Seit Anfang September wohnt im Pfarrhof Nesselwang der neue Kaplan der Pfarreiengemeinschaft Pfronten-Nesselwang, Herr Pater Robin Mangalathil. Damit wir alle mehr von ihm erfahren, habe ich ihm einige Fragen gestellt.

Wie sollen wir Sie ansprechen, wie ist die Anrede?

Ganz einfach: Pater Robin

Wann oder wie haben Sie Ihre Berufung zum Priester erkannt?

Da gibt es keinen bestimmten Zeitpunkt. Als Schüler habe ich auf die Frage nach dem Wunschberuf schon „Priester“ geantwortet. Damals habe ich mir eigentlich nie große Gedanken gemacht. Später wurde ich Ministrant, da haben mich die Aufgaben des Priesters und vor allem unser Heimatpfarrer sehr beeindruckt. Dann war es ernst, der Wunsch war da…

Was ist das für ein Orden in dem Sie sind? Gibt es dort irgendwelche Schwerpunkte?

Der Orden nennt sich „Little Flower Congregation“. Die Patronin des Ordens ist die Heilige Theresia von Lisieux (sie ist als die „kleine Blume“ bekannt).

Die Ordensgemeinschaft kümmert sich um enteignete, menschenunwürdig behandelte Menschen; um die Jugendarbeit in ländlichen Gebieten; um unheilbar Kranke die von der Familie verstoßen werden. Großen Wert wird auf Ausbildung gelegt. Es gibt Grund-, Mittel- und Hochschulen sowie Berufsausbildungszentren.

Was gefällt Ihnen in Deutschland und in Bayern gut?

Die Landschaft, das grüne überall, das Gebirge. Die Menschen sind nett und sehr hilfsbereit! Mich beeindruckt auch das Mitgefühl der Deutschen, und ihre Spendenbereitschaft für Anliegen und Nöte auf der ganzen Welt.

Wie unterscheidet sich die Kirche in Ihrer Heimat von unserer Kirche?

Die Inder sind sehr gläubig, egal zu welcher Religion man gehört. Bei den Christen sind die Kirchen dort immer voll. Allerdings merkt man auch, wenn die Familien im Wohlstand leben, geht der Glaube zurück.

Übrigens, weil wir gerade von anderen Religionen reden: beim Viehscheid in Nesselwang wurde ich gefragt, was unser Kaplan wohl von Kühen hält? Da die Tiere in Indien ja als Heilig gelten?!

Auch für uns Christen in Indien sind Kühe nur Tiere, keine Götter. Die Hindus haben „Heilige Kühe“.

Was schätzen Sie an Ihrem Beruf, an Ihrem Orden?

Die Gemeinschaft. Ordensgemeinschaft. Die Gemeinschaft der Gläubigen von Jung bis Alt. Und dass wir viel Zeit zum Gebet haben.

Gibt es eine Bibelstelle, die Sie besonders berührt, die Sie uns ans Herz legen wollen?

„Meine Gnade genügt Dir“ aus dem 2. Korinther Brief, Kapitel 12, Vers 9 (2 Kor 12,9). Denn Gnade ist alles was man von Gott braucht.

Haben Sie einen „Lieblings-Heiligen“?

Die Heilige Theresia von Lisieux. Denn sie hat nur 24 Jahre gelebt und hat die ganze Welt bewegt. Sie ist die Patronin der Weltmission.

Was ist Ihre persönliche Stärke?

Ich versuche jedem ein Lächeln zu schenken!

Verraten Sie uns auch eine Schwäche?

Ich habe ein schlechtes Namensgedächtnis.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit gerne?

Lesen. Indische Filme anschauen. Radfahren. Und wir Mitbrüder besuchen uns gegenseitig gerne.

Worauf freuen Sie sich hier bei uns?

Ich freue mich, wenn die Leute mich ansprechen.

Danke für das nette Gespräch und alles Gute für ihren neuen Dienst!

Text und Bild: Christine Haug

Artikel veröffentlicht am 09.10.2019 von Nesselwanger Leben - Informationsblatt 5 / 2019