Die Gemeinde hat das Ingenieurbüro IKS aus Kassel mit der Erstellung einer Parkraumuntersuchung beauftragt, Projektleiter Andreas Schmitz stellte die Ergebnisse an diesem Abend vor.
Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, in einem Workshop über die Parkraumsituation in Kaufungen zu diskutieren.
Lösungsvorschläge für verschiedene Probleme im Zusammenhang mit dem Thema Parken wurden beraten.
An mehreren Tischen fanden sich die Teilnehmer zusammen, um über das Thema zu diskutieren.

Parken in Kaufungen - Workshop im Bürgerhaus

Kaufungen

Treten die Parkraumprobleme nur punktuell und zeitlich begrenzt auf? Wer verursacht den Parkdruck? Welche Länge von Fußwegen wird noch akzeptiert, um vom abgestellten Fahrzeug zu Fuß zum Ziel zu gehen? Und welche Lösungen sind denkbar?

Dies waren Fragen, die Ende Mai in einem öffentlichen Workshop diskutiert wurden.

„Verkehr beeinflusst das Leben in der Gemeinde nicht unerheblich“, begrüßte Bürgermeister Arnim Roß die Anwesenden, „auch beim ruhenden Verkehr ist ein schneller Anstieg zu verzeichnen, der zeitweise zu Problemen bei der allgemeinen Parksituation führt.“ Mit dem Thema Verkehr insgesamt hatte sich die Planungskommission der Gemeinde im Auftrag der Gemeindevertretung in den vergangenen Jahren intensiv befasst und einen Entwurf des Verkehrsentwicklungskonzeptes 2030 für die Gemeinde Kaufungen erstellt. Im Ausschuss Bauen-Planen-Umwelt-Energie war man übereingekommen, den Aspekt des ruhenden Verkehrs parallel zum Gesamtkonzept zu betrachten und die Firma IKS Mobilitätsplanung wurde beauftragt, eine Analyse der Parkraumsituation vorzunehmen.

Projektleiter Dipl. Ing. Andreas Schmitz stellte in einem ersten Schritt am Workshop-Abend kurz die Methoden vor, mit denen eine Parkraumuntersuchung in den drei Ortsteilen Kaufungens vorgenommen wurde und legte erste Ergebnisse vor. Aus der Erhebung geparkter Fahrzeuge verschiedener Straßenabschnitte konnte man Rückschlüsse darauf ziehen, ob es sich um Kurzparker/Kunden, Anwohner oder Dauerparker handelte. Dabei wurde deutlich, dass es an manchen Stellen im Ort zu unübersichtlichen Parksituationen (illegales Gehwegparken, Parken in Bushaltestellen) kam und dass im Parkscheibenbereich in Nieder- und Oberkaufungen ein hoher Anteil an Fahrzeughaltern zu verzeichnen war, die keine Parkscheibe ausgelegt hatten, bzw. diese bereits längere Zeit abgelaufen war. In Papierfabrik führten dagegen im Gewerbebereich vorwiegend am Wochenende abgestellte Lastkraftwagen zu Problemen.

Zusammenfassend stellte Andreas Schmitz klar: „Parkplatzprobleme sind Verteilungsprobleme und die entscheidende Frage ist, wie weit man bereit ist, vom abgestellten Fahrzeug zum Ziel zu gehen.“

Im weiteren Verlauf des Abends wurden drei Arbeitsgruppen gebildet, die sich anhand vorbereiteter Fragen über die Problemdarstellung austauschten und Lösungsvorschlägen diskutierten. Dabei beschäftigten sich die Teilnehmer vor allem mit den Themen „Kurzparkplätze in Geschäftsbereichen“, „Parkraum für Berufspendler“, „Überwachung des ruhenden Verkehrs“ und weiterer Anforderungen, wie Fußverkehr, Radverkehr und Barrierefreiheit.

Die Ergebnisse aus den Gruppen wurden in einem anschließenden Plenum vorgestellt und zur Kenntnis genommen. Projektleiter Schmitz bekräftigte zum Abschluss: „Mit dieser Veranstaltung ist die Diskussion noch nicht abgeschlossen“ - alle Vorschläge fänden Einlass in den weiteren Prozess der Entwicklung des Parkraumkonzeptes.

Artikel veröffentlicht am 13.06.2019 von Kaufunger Woche 24 / 2019