Antrittsbesuch im Kreishaus: Imad Mardo, neuer hauptamtlicher Mitarbeiter der Ökumenischen Flüchtlingshilfe (2. v.l.) stellt sich bei Landrat Dr. Jürgen Pföhler vor. Werner Rex, Vorsitzender der ÖFH (3. v.l.) und Schatzmeister Rolf Nelles begleiten ihn.

Ökumenische Flüchtlingshilfe zu Gast im Kreishaus

Sinzig

AHRWEILER. Die Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr (ÖFH) hat Verstärkung bekommen: Mit Imad Mardo als drittem hauptamtlichen Mitarbeiter kann die Organisation ihr Beratungsangebot weiter ausbauen. Mardo hat sich jetzt bei Landrat Dr. Jürgen Pföhler vorgestellt. Der sicherte zu, dass der Kreis die Organisation auch weiterhin finanziell unterstützen wolle. „Die Integrationsleistung der ÖFH ist von unschätzbarem Wert“, so Pföhler, „denn sie kommt nicht nur den Flüchtlingen, sondern dem ganzen Kreis zu Gute.“ Die Verstärkung im Team macht es der ÖFH künftig zum Beispiel möglich, Außensprechstunden in Remagen und Adenau anzubieten. Zuwendungen des Kreises, Projektmittel und Spenden helfen außerdem, die steigenden Anforderungen an die Flüchtlingsarbeit auch zukünftig zu bewältigen. Imad Mardo ist in Aleppo aufgewachsen und war dort als Unternehmer tätig. 2013 flüchtete er wegen des Bürgerkrieges mit seiner Familie nach Deutschland. Schnell fand er Kontakt zur ÖFH, die er als Übersetzer ehrenamtlich unterstützte. Da er ebenso schnell Deutsch lernte, stellte ihn die Gemeinde Grafschaft 2015 als Flüchtlingshelfer ein. Die Erfahrungen aus dieser Tätigkeit sowie seine Sprachkenntnisse nutzt er bei der ÖFH, um Anliegen und Probleme von Flüchtlingen mit Jugend- und Gesundheitsamt oder Ausländerbehörde zu klären. „Ich freue mich, dass ich mit meinem Einsatz dazu beitragen kann, die positive Zusammenarbeit zwischen Landkreis und ÖFH weiter auszugestalten“, so Mardo. Begleitet wurde er beim Besuch im Kreishaus von Werner Rex, Vorsitzender der ÖFH, und dem Schatzmeister des Vereins, Rolf Nelles, die sich für finanzielle Unterstützung seitens des Landkreises bedankten. Die ÖFH hilft in der Region lebenden Asylbewerbern und Flüchtlingen. Die Mitarbeiter unterstützen sie zum Beispiel bei Behördengängen, Arztbesuchen, bei der Wohnungs- und Arbeitssuche und bei Problemen des Alltags.

[Pressedienst der Kreisverwaltung]

Artikel veröffentlicht am 14.08.2019 von Sinziger Stadtnachrichten 33 / 2019