Attraktiv und modern sieht die Kita in der Zeichnung aus
Rund 1.000 m² stehen für den Neubau mit Außengelände zur Verfügung
Der Spatenstich lässt Unternehmensvertreter und Politiker lachen
Markus Micken, Vorstand Personal und Soziales, und OB Achim Hütten

Neue Rasselstein Betriebskita nimmt der Stadt etwas Druck

Andernach

Auf dem Betriebsgelände entsteht eine Kita für rund 120 Kinder

ANDERNACH. KS. Politiker aus Mainz und Andernach sowie Vertreter der Konzernführung nahmen vergangenen Freitag den Spaten in die Hände und führten den ersten Spatenstich zur Errichtung der Rasselstein-Kita durch. Verläuft die Bauzeit störungsfrei, können Anfang Oktober 2020 die Kinder in den Neubau einziehen.

Für Oberbürgermeister Achim Hütten war der Freitag „ein guter Tag für Andernach“. Die Stadt, die sich an den Bau- und Betriebskosten beteiligt, verfügt mit Fertigstellung der Kita über rund 45 neue Plätze. Damit ist zwar für Andernach noch keine ausreichende Versorgung mit Kita-Plätzen gegeben, aber der Neubau nimmt der Stadt kurzzeitig etwas Druck.

In den Augen von Markus Micken, Vorstand Personal und Soziales, ist die Kita ein Beitrag zur Zukunftssicherung des Unternehmens. Auch Rasselstein fällt es momentan schwerer als in der Vergangenheit, für Arbeit und Ausbildung qualifiziertes Personal zu finden. Gerade junge Menschen entscheiden sich bei der Wahl ihres Arbeitgebers zunehmend nach sozialen Gesichtspunkten. Mit der Kita stärkt Rasselstein sein soziales Leistungsangebot insbesondere mit Blick auf junge Eltern, die die Anforderungen aus Beruf und Familie in Einklang bringen müssen. Für Wilfried Stenz, Betriebsratsvorsitzender, macht die Kita Rasselstein als Arbeitgeber attraktiver. Der Betriebsrat des mitbestimmten Unternehmens mit 2.500 Mitarbeitern am Standort Andernach hat der Investition in das Projekt zugestimmt, obwohl es laut Stenz auch an anderen Stellen dringenden Investitionsbedarf gibt. Stenz: „Aber der Fachkräftemangel wird auch vor Andernach nicht haltmachen.“

Staatssekretär Clemens Hoch bezeichnete die Kita als „eines der Vorzeigeprojekte für Rheinland-Pfalz“. Zu ihrer Entstehung leistet das Land einen erheblichen finanziellen Beitrag: im optimalen Fall können rund 500 T€ Förderung an Rasselstein fließen. Dies ist laut Hoch nur deshalb möglich, weil der Konzern und die Stadtverwaltung optimal kooperierten und gemeinsam etliche bürokratische Hürden aus dem Weg geräumt haben.

Rund 1.000 m² Platz beansprucht die Kita auf dem an der Hans-Julius-Ahlmann-Straße gelegenen Gelände. Damit ist laut Micken die Errichtung einer großzügig gestalteten Außenanlage möglich, die mit Spielgeräten ausgestattet werden soll.

Auch auf den unternehmenseigenen Caterer kommt mit Fertigstellung der Kita eine neue Aufgabe zu: Versorgung der Kinder mit Mittagessen. Träger der Einrichtung wird das in Kassel angesiedelte Unternehmen „Impuls Soziales Management“ sein, das bundesweit 27 betriebliche und 12 öffentliche Kitas betreibt. Im Auswahlverfahren habe Impuls durch seine Erziehungsphilosophie überzeugt, so Micken.

Artikel veröffentlicht am 11.09.2019 von Andernach aktuell 37 / 2019