Nesselwanger Krippenfreunde unterwegs in Südtirol

Nesselwang

Ziel des diesjährigen Ausfluges war Kloster Neustift im Eisacktal am "Tor zum Süden" zur 14. Alpenländischen Wallfahrt der Krippenfreunde und des Krippenmuseums Luttach im Ahrntal.

Der Verband der Krippenfreunde Südtirols lud zum 40-jährigen Jubiläum ein in das Augustiner Chorherrenstift Kloster Neustift. Der Einzug der zahlreichen Fahnenabordnungen und der Geistlichkeit in die Stiftskirche "Maria Himmelfahrt" eröffnete den Festgottesdienst in Konzelebration mit Bischof Ivo Muser, Probst Eduard Fischnaller und den Verbandsobmännern. Einen besonderen Höhepunkt bot der Männerchor Neustift den 500 Besuchern aus Italien, Österreich, Deutschland und der Schweiz mit der musikalischen Umrahmung.

Nach verschiedenen Grußworten rief Bischof Muser auf: "Unsere Welt braucht auch heute nur eines - Gott wird Mensch und der Mensch wird Mitmensch!"

Das Innere der Kirche lässt vom einstigen mittelalterlichen Bau nicht mehr viel erahnen, vielmehr zeigt sie sich als ein Juwel des süddeutschen Rokoko und wird als "Vorhalle des Paradieses" bezeichnet.

Das Mittagessen wurde auf dem Stiftsplatz eingenommen und in der Engelburg konnten etwa 30 Krippen verschiedener Baustile aus dem Bezirk Brixen bewundert werden.

Der Nachmittag führte die Nesselwanger Krippeler und Freunde nach Luttach im Ahrntal. Volkskunst und Krippen sowie ein Bildhauergarten stehen im Museum Maranatha im Mittelpunkt. Die Bezeichnung war ein aramäischer Ausruf "Unser Herr ist gekommen". Die Ausstellung besteht seit dem Jahr 2000 und wurde laufend erweitert und attraktiviert. Vielfältig sind die Darstellungen, ob Alpenkrippen, Orientalisch-mediterrane Krippen, Osterkrippen, Historische Krippen aus Europa, Miniaturkrippen aus aller Welt und zeitgemäße Modern Art Galerie. Ein Raum ist der Maskenschnitzerei gewidmet, die im Tauferer Ahrntal ihren Ursprung hat.

Mit viel neuen Eindrücken und Ideen für neues Schaffen kehrte die Gruppe nach einer Einkehr spät abends zurück.

Text und Bild: Krippenfreunde Nesselwang

Artikel veröffentlicht am 09.10.2019 von Nesselwanger Leben - Informationsblatt 5 / 2019