Christoph Schitker (rechts), Vorsitzender des Kreismusikverbandes, zeichnete junge Musiker der Limbachtaler für fünf- und zehnjährige Mitgliedschaft aus. Die 1. Vorsitzende Anja Kettel (links) freut sich mit ihnen.
Mühlenführung: Ewald Gillig ist in seinem Element.
Altbürgermeister Egon Honerbach schwingt persönlich den Kochlöffel.
Doris und Ewald Gillig (Mitte) mit ihren Kindern Monika Lerscheid und Peter Gillig an ihrem Mühlrad.

Mühlentag in Antweiler

Adenau

ANTWEILER. (AGP) .Schon im Jahre 1525 wird die Mühle Antweiler in den Chroniken erwähnt. Und 53 Jahre später, so wird berichtet, kassierten die Besitzer, die Herzöge von Aremberg, eine ansehnliche Pacht dafür. Der Müller hatte zu liefern: 9,5 Malter Korn, eine stattliche Sau von 100 Pfund, 100 Eier und vier Pfund Wachs. Das änderte sich spätestens im Jahre 1892. Da ging die weit über die Grenzen von Antweiler hinaus bekannte Mühle in den Besitz der Familie Gillig über. Und dort befindet sie sich noch immer. Da verwundert es nicht, dass Ewald Gillig (76) beim Deutschen Mühlentag gemeinsam mit Udo Mechlinski persönlich die Führungen durch die immer noch aktive Mühle an der Ahr vorgenommen hat. Und die zahlreichen Gäste zeigten sich begeistert, wie Ewald Gillig ihnen das Mühlenleben und die Arbeit einer solchen Einrichtung näherbrachte. Verwundern tut es nicht. Schließlich ist der Seniorchef gelernter Müllermeister.

Nur alle zwei Jahre veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung bundesweit den Mühlentag, da darf die Antweiler Mühle natürlich nicht fehlen. Im Mittelpunkt des Festes natürlich die Mühle, die vor nunmehr 106 Jahren neu gemacht wurde. Inzwischen sorgt das große Mühlrad für die Herstellung von Strom, der wohl auch ins Netz eingespeist wird. So ist das riesige Mühlrad immer wieder Anziehungspunkt und beliebtes Objekt für Fotografien.

Am Mühlentag ist das nicht anders. Da wird in der schmucken Ahrgemeinde aber noch mehr geboten. Rund um die Mühle hat man ein buntes Programm auf die Beine gestellt, die Besucher werden durch eine Fotoausstellung auf das Festgelände geführt. Mit den Fotos werden die Aktivitäten der Limbachtaler Musikanten dokumentiert, die auch in der Domstadt Köln einen hohen Bekanntheitsgrad genießen. Das kommt nicht von ungefähr, nehmen sie doch immer wieder am großen Karnevalszug in der Stadt am Rhein teil. So konnte beim Mühlenfest im Rahmen einer Verlosung eine Mitfahrgelegenheit zum Umzug am Rosenmontag oder eine Teilnahme am 1. Kölner Oktoberfest gewonnen werden. Voraussetzung: Man musste an einem „Entenrennen“ auf der Ahr teilnehmen und den vierten Platz erreichen.

Musik gab es beim Mühlenfest reichlich. Neben den Limbachtalern spielten das Blasorchester 1868 aus Hönningen und die Original Hohe Acht Musikanten aus Jammelshofen auf, die Festbesucher sangen kräftig mit, an guter Stimmung mangelte es nicht. Dass Küche und Keller leckere Kost und gute Tropfen boten, das ist in Antweiler nicht anders zu erwarten. Gefeiert wird dort weiter. Am Wochenende geht dort die Kirmes über die Bühne.

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Artikel veröffentlicht am 13.06.2019 von Adenauer Nachrichten 24 / 2019