Landrat Dr. Jürgen Pföhler begrüßte die Ministerpräsidentin zum Abschluss ihrer Tour in der Kreisverwaltung.
Auf ihrer „Im Land daheim-Tour" besuchte Ministerpräsidentin Malu Dreyer auch das Hospiz im Ahrtal.
Auch die Aktiven vom Schwanenteich bekamen die Gelegenheit, sich mit der Ministerpräsidentin zu unterhalten.
Auch die Mitstreiter des Sinziger Bürgerforums waren zum Empfang geladen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer trifft Ehrenamt

Sinzig

Ausklang in der Kreisverwaltung Ahrweiler mit ehrenamtlich Engagierten

KREISSTADT. Die zweite Etappe ihrer „Im Land daheim-Tour - Ministerpräsidentindentin trifft Ehrenamt“ führte Ministerpräsidentin Malu Dreyer vergangene Woche in den Norden von Rheinland-Pfalz. Im Landkreis Ahrweiler informierte sie sich über verschiedene ehrenamtliche Projekte und tauschte sich mit Engagierten aus. „Mehr als 48 Prozent der Rheinland-Pfälzer sind ehrenamtlich aktiv, darauf bin ich als Ministerpräsidentin sehr stolz. Auch hier im Landkreis Ahrweiler gibt es viele Menschen, die ihre Zeit und Tatkraft für ein gutes Miteinander investieren und ihre Heimat weiterentwickeln. Das ist ein riesiger Pluspunkt“, betonte die Ministerpräsidentin. Für sie sei die Anerkennung und Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements ein Herzensanliegen. „Ich möchte auf meiner Tour durch das Land den Menschen für ihren Einsatz danken, zugleich aber auch erfahren, wo vielleicht der Schuh drückt und Unterstützung notwendig ist“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Ihr Besuchsprogramm startete sie in Insul, einer Schwerpunktgemeinde der rheinland-pfälzischen Dorferneuerung. Dank der aktiven Dorfgemeinschaft konnten Projekte wie die Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses oder der Kapelle mit Eigenleistung realisiert werden. Beim Landesentscheid zur Dorferneuerung gewann Insul 2014 Gold.

Auch die Kultur ist ein wichtiger Faktor für die Attraktivität ländlicher Regionen. Bei der Freilichtbühne in Schuld traf die Ministerpräsidentin auf engagierte Bürger, die in ihrer Freizeit vor und hinter den Kulissen aktiv sind und bis zu 15 Theateraufführungen im Jahr geben.

In Bad Neuenahr-Ahrweiler besuchte die Ministerpräsidentin das Hospiz im Ahrtal. In Ergänzung zu pflegerischer und ärztlicher Kompetenz ist die ambulante ehrenamtliche Betreuung sterbender und trauernder Menschen die Säule der Hospizarbeit. „Es ist wichtig, dass die Menschen wissen, dass sie am Ende ihres Lebens geborgen und unter Achtung ihrer Würde sterben können. Das wäre ohne die Arbeit der Hospiz- und Palliativvereine nicht möglich. Ihre Arbeit ist vorbildlich“, so die Ministerpräsidentin.I m Hospiz-Verein gibt es 90 ehrenamtlich engagierte Frauen und Männer, die im vergangenen Jahr 341 Menschen ambulant begleitet haben.

Abschluss des Programms im Landkreis Ahrweiler war ein Bürgergespräch in der Kreisverwaltung, zu dem Ehrenamtliche eingeladen waren, der Ministerpräsidentin Fragen zu stellen und mit ihr über ihre Anliegen zu diskutieren. „Ich bin sehr beeindruckt von dem Engagement, das ich heute in den unterschiedlichsten Bereichen erleben durfte. Sie alle verbindet, dass sie Verantwortung übernehmen und für gesellschaftlichen Zusammenhalt sorgen“, so Malu Dreyer. Landrat Dr. Jürgen Pföhler begrüßte die Ministerpräsidentin in der Kreisverwaltung und betonte: „Bereits vor einer Woche waren Sie bei uns im Kreis Ahrweiler beim 50. Heimatfest in Adenau zu Besuch. Hier konnten Sie sich bereits einen ersten Eindruck von dem breitgefächerten ehrenamtlichen Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger verschaffen. Auch heute haben Sie sich beispielhafte Orte und Vereine ausgesucht, die für aktiven Einsatz für das Allgemeinwesen stehen.“

Artikel veröffentlicht am 11.09.2019 von Sinziger Stadtnachrichten 37 / 2019