Leserin initiiert Steinkette in Röbel

Waren

Röbel (MiB). Nach unserer im letzten „Müritz Tipp” gestellten Frage nach der Person, welche die Steinkette in Röbel initiiert hat, meldete sich Christin Piechota in unserer Redaktion und hat uns von ihrer Idee erzählt. Mit einer Freundin, die eine ähnliche Aktion in Güstrow gesehen hatte, kam Sie auf die Idee, es den Barlachstädtern gleich zu tun.

Dort gab eine ähnliche Aktion samt dem gleichen Text mit der Bitte, die Steine doch bitte liegen zu lassen und die Kette mit weiteren Steinen in der „Corona-Zeit“ wachsen zu lassen, um den Mitmenschen eine Freude zu bereiten.

„Was Güstrow kann, können wir auch”, erzählt Christin Piechota, und es funktioniert. Immer mehr Menschen legen bunte Steine dazu, schauen fast täglich, wie die Schlange immer länger wird. Gemeinsam mit ihrer Freundin Anne Martz hat sie die ersten Steine bemalt und an der Nikolaikirche neben dem Rathaus mit den „Spielregeln” ausgelegt. Das Leben sei zurzeit so trist und die Kinder hätten wenig zu tun, säßen nur zu Hause. So haben Eltern und Kinder die Möglichkeit, zusammen zu basteln, eine schöne Zeit zu erleben und noch dazu Anderen eine Freude zu machen. „Ich gehe mit meinem zweijährigen Sohn jeden Tag und schaue, ob es neue Steine gibt“, erzählt sie und kann ihre Begeisterung über so viel Teilnahme kaum in Worte fassen, denn die Steinkette wächst und wächst. „In einer Zeit, wo alle schimpfen, ist doch Zusammenhalt und Gemeinsamkeit zu sehen“, freut sie sich und dankt allen großen und kleinen Künstlern, die ihre Werke dazugelegt haben und noch dazulegen.

Die Steine kommen inzwischen nicht mehr nur von den Röbelern, sondern auch aus anderen Städten Mecklenburg-Vorpommerns. Sie hätte nie gedacht, dass es so viele Steine werden. Vielleicht klappt es ja noch, dass die Kette bis zum Hafen wandert. Sie bittet jedoch darum, dass die Kette an Ein- und Ausfahrten und auf der Straße unterbrochen und auf der anderen Seite fortgeführt wird.

Es gibt Überlegungen, die Kunstwerke auf Stein nach der „Corona-Zeit” weiter zu verwenden, weil sie so schön sind und an eine besondere Zeit erinnern. Wir werden darüber berichten.

Artikel veröffentlicht am 23.05.2020 von Müritz Tipp Landkreis Waren 10 / 2020