Kultursommer Lennesrieth Teil 2

Waldthurn

weiter Kultursommer Lennesrieth

So rutschten die Zuhörer nach einer Pause und den damit verbundenen Platzwechsel von der geistlichen in die weltliche Musik in den Kirchhof. Dank der extrem disziplinierten Zuhörer hörte man die Grillen zirpen sowie leise, beruhigende Geräusche des Dorfes.

Die „Printz Winds“ mit Felix Griesbach, Jonas Kraus, Julian Bauer (Trompete) Julian Steiner, Andreas Holfelner (Tenorhorn) und Max Steiner (Tuba) holten mit dem Prelude aus Te Deum die Besucher in den zweiten, weltlichen Teil des musikalischen Abends.

Schnell waren die Zuhörer angekommen und sie konnten Katharina Scharnagl (Querflöte) und Christoph Pausch (Geige) genießen, die die Aufmerksamkeit mit ihrer hervorragenden Virtuosität wie beispielsweise beim “In the woods“ und „ La Petite Valse“ von der Hauptbühne Richtung Eingang Sakristei lenkten.

Die Fledermäuse tanzten um die Jahrhunderte alten beiden Linden und hörten vermutlich gespannt dem Ehepaar Sommer beim „Allemande“ (Willem de Fesch) nach den Klängen des Cellos und Kontrapass zu.

Sämtliche Beteiligten liefen auch hier unter freiem Himmel bei bestem Wetter zu einer musikalischen Höchstform auf, die seines gleichen sucht. TonART intonierte im stimmungsvoll beleuchteten Kirchhof das „Heast as ned“ von Hubert von Goisern und Franz Vitzthum gab mit Gertrud Wittkowsky an der Zither Mozarts Menuett „Komm, liebe Zither“ zum Besten.

Schlusspunkt dieses „Lennesriether Sommernachtstraums“ war der schwedische Sommerpsalm von Waldemar Ahlen, der die Hauptprotagonisten auf der Kirchhofbühne unter dem stehenden Applaus der Zuhörer vereinte.

Gerne gaben die Besucher dieses „hochwertigen Lebensmittels Kultur“ eine freiwillige Spende. Noch lange konnten die Zuhörer bei Getränken und Snacks diesen Kulturgenuss nachklingen lassen. Bürgermeister Beimler meinte euphorisch, dass man getrost auf den Grünen Hügel in Bayreuth verzichten könne, da man jetzt den Waldthurner Kultursommer erfolgreich installiert habe.

Artikel veröffentlicht am 12.09.2019 von Waldthurner Markt- und Dorferneuerungsblatt 9 / 2019