Gründungssitzung im "Kloster Café".

Kloster Malchow soll zum Aushängeschild der Stadt werden

Waren

Malchow (MiB). Das Kloster Malchows ist eines der schönsten in M-V, das sagte zumindest Sigrid Keler. Sie war Finanzministerin des Landes und ist einer der Mitglieder des neu gegründeten Kuratoriums. Mit dabei sind neben Bürgermeister René Putzar, Andrea Perlick von der Müritzsparkasse, Dr. Kathrin Möller, Vorsitzende des „Museumsverband in Mecklenburg-Vorpommern“ e. V. und Dr. Michael Lissok. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Uni Greifswald.

Gemeinsam wollen sie die Umsetzung des neuen Museumskonzeptes voranbringen und kontrollieren. Dieses Konzept befindet sich noch in der Entwicklung und wird von den Kuratoren Dr. Wolf Karge und Dr. Christian Hirte gemeinsam mit der Stadt erarbeitet, um deren Potentiale festzustellen. Dass sich das Kloster zur Marke und zum Museum entwickelt, ist auch der Wille der Bürger, betonte der Bürgermeister.

Der Museumskomplex Kloster Malchow wird das Stadt- und Klostermuseum, das Heimatmuseum „Kiek in und wunner di“, das Kunst und das Orgelmuseum zusammenfassen. Hier sollen die Geschichte des Klosterareals und deren Nutzer wie Klosterfrauen oder die einheimischen Adelsfamilien, deren Leben nicht vergessen werden soll, sowie die Entwicklung der Stadt unter wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Aspekten Berücksichtigung finden, denn: „Zukunft braucht Herkunft“, hieß es bei der Gründungssitzung. Dieses Vorhaben wird von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Müritz-Sparkasse gefördert und der Bescheid zur Gründungssitzung übergeben. „Ohne diese Mittel wäre die Umsetzung unseres Konzeptes undenkbar“, erklärte René Putzar. „Es zeigt mir, dass wir das Potential unseres Klosters richtig einschätzen.“ Für die erfolgreiche Umsetzung ist eine Kustos-Stelle vorgesehen, um den Entwicklungsprozess professionell zu begleiten.

Der fünf-Jahres-Plan sieht unter anderem vor, die Klosterkirche, den Innenhof, die Stallreihenhäuser und das Gebäude 1a zu sanieren. Hier soll mit der Außenhülle als sichtbares Zeichen begonnen werden. Die genaue Nutzung des Innenbereichs wird ebenfalls noch im Museumskonzept festgelegt. Nach bisherigen Informationen soll hier das Heimatmuseum einziehen. Aufgewertet werden sollen der Damenplatz und der Engelsche Garten.

Artikel veröffentlicht am 09.11.2019 von Müritz Tipp Landkreis Waren 22 / 2019