28.03.2019 - 06.01.2020

Gewappnet für die Ewigkeit. Nürnberger Totenschilde des Spätmittelalters

90402 Nürnberg

Totenschilde sind Gedenktafeln, die für männliche Verstorbene des Adels und des führenden Bürgertums nach deren Tod in Kirchen aufgehängt wurden. Sie zeigen das Familienwappen, eine Inschrift mit dem Namen des Verstorbenen und dessen Sterbedatum sowie häufig einen wohlmeinenden Segensspruch. Nicht selten erreichten die aufwendig gestalteten Schilde einen Durchmesser von bis zu einem Meter. Und – vor allem im Nürnberger Raum haben sie sich in bemerkenswerter Zahl erhalten. Normalerweise hoch oben an Kirchenwänden angebracht, werden zehn ausgewählte Werke in der Kartäuserkirche nun erstmals auf Augenhöhe präsentiert. Dem Besucher bietet sich dadurch die seltene Möglichkeit, Totenschilde einmal von nahem zu betrachten.

Die Präsentation basiert auf einem mehrjährigen Forschungsprojekt und bildet den Auftakt zur großen Sonderausstellung „Abenteuer Forschung“, die ab 27. Juni 2019 einen umfangreichen Überblick über Forschungsarbeit und –projekte der letzten 20 Jahre am Germanischen Nationalmuseum gibt.

Kuratoren: Dr. Katja Putzer und Dipl.-Restauratorin Elisabeth Taube

28. März 2019 – 6. Januar 2020

Präsentation in der Kartäuserkirche
Germanisches National Museum

Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg

www.gnm.de

Artikel veröffentlicht am 06.02.2019 von Germanisches Nationalmuseum 6 / 2019