Gedenkstein Gräfin Loretta

Traben-Trarbach

Die Litziger Bürgergesellschaft enthüllte am Samstag, 29. Juni, einen weiteren Gedenkstein. Litzig ist ein Stadtteil Traben-Trarbachs und auf Trabener Seite gelegen. Von hier aus gab es in früheren Zeiten eine Fährverbindung, die auf der gegenüberliegenden Moselseite eine Verbindung zum Felsen auf dem hoch oben die Starkenburg thronte. Seit etwa Mitte des. 13. Jahrhunderts gehörte die Starkenburg mit angrenzenden Gebieten zur hinteren Grafschaft der Sponheimer. Im Jahre 1328 nahm Gräfin Loretta von der Starkenburg an dieser Stelle den mächtigen Trierer Kurfürst Balduin, ein Bruder des deutschen Kaisers Heinrich VII, gefangen. Ihre Männer lauerten ihm während einer Schifffahrt auf und brachten ihn auf die Starkenburg. Diese Tat erregte zur damaligen Zeit großes Aufsehen. Eine schwache Frau nimmt einen der mächtigsten Männer des Reiches gefangen und hält ihn als Geisel, um ihre Forderungen durch zu setzen. Diesem Ereignis auf der gegenüberliegenden Moselseite ist ein neuer Gedenkstein gewidmet.

Max Knod von der Litziger Bürgergesellschaft begrüßte die Anwesenden, besonders Stadtbürgermeister Patrice Langer und (Noch)- Ortsbürgermeister Jürgen Spier von Starkenburg, jeweils mit Gattin, sowie Steinmetz Ulli Wendhut mit Familie, der das Werk in die Tat umsetzte. Er ging kurz auf die Geschichte, die sich hier von 691 Jahren ereignete und den weiteren Verlauf ein.

Näheres ist unter der Home Page "IT-Sehenswürdigkeiten" und dem EAN-Code auf dem Gedenkstein zu erfahren.

Stadtbürgermeister Patrice Langer dankte und würdigte die Litziger Bürgergesellschaft, sowie Ulli Wendhut für ihre Verdienste zur Verwirklichung der Gedenkstelle. Weitere Gedenksteine am Litziger Moselufer wie die "Hungersteine", die in trockenen Jahren bis zum Moselausbau dort zu sehen waren und die tiefste Stelle des 520 km langen Moselflusses an diesen Stellen gewidmet.

N. Nh
Artikel veröffentlicht am 12.07.2019 von Eifel-Mosel-Hunsrück-Aktuell 28 / 2019