Frühstück zum Internationalen Frauentag 2019

Weilerbach

In Kooperation mit der Gleichstellungsstelle der Kreisverwaltung Kaiserslautern, der Verbandsgemeinde Weilerbach, der LandFrauen Rodenbach und des Soroptimist International Club Kaiserslautern fand am 09. März im Bürgerhaus in Rodenbach ein gemeinsames Frühstück statt. Gemeinsam begrüßten die jeweiligen Gleichstellungsbeauftragten und Vorsitzende die Gäste und fassten in einem kurzen Statement die Bedeutung dieses Tages zusammen. Bis 1958 durften Frauen ohne die Einwilligung des Ehemanns kein eigenes Bankkonto eröffnen; bis 1977 nicht ohne seine Erlaubnis arbeiten - um nur einige Beispiele zu nennen. Heute ist das zum Glück kaum mehr vorstellbar. Ein langer Weg war es, auf dem sich Frauen ihre heutigen Rechte erkämpft haben. 1919 durften Frauen zum ersten Mal wählen, die Wahlbeteiligung lag damals bei 82,3 %. Kandidiert hatten 300 Frauen und 37 wurden gewählt. In der heutigen Zeit beträgt die Frauenquote in der Politik der Kreistage und Gemeinderäte gerade mal 25 %. In Berlin gilt der 08. März als Feiertag. Bürgermeisterin Anja Pfeiffer bedankte sich bei all den Frauen die im Leben ihre „Frau“ stehen: „Wir sind unverzichtbar“. Leider gibt es immer weniger weibliche Funktionsträger in der Politik, dies könne man bei der nächsten Wahl ändern. „Frauen sind erstaunt was Männer alles vergessen und der Mann ist erstaunt an was Frauen sich erinnern“. Ortsbürgermeister Ralf Schwarm stellte kurz die Gemeinde vor und informierte die Gäste über kulturelle Highlights und kommende Veranstaltungen. Rodenbach war der erste Ort in dem die Jugendfeuerwehr auch Mädels aufnahm und somit eine Tür für Frauen geöffnet hatte. Kreisbeigeordnete Gudrun Heß-Schmidt ist sich sicher, dass ein aufeinander Zugehen von Männer und Frauen der richtige Weg ist und zum Erfolg führt. Die Präsidentin des Soroptimist International Clubs Kaiserslautern, Karin Held las einige Zeilen aus dem Buch „Lautstärke ist weiblich“ und erntete damit tosenden Beifall. Eine kleine Filmpremiere gab es auch, Dorothee Müller und Rebecca Leis konnten als Gleichstellungsbeauftragte des Kreises einen Kurzfilm über Frauenbewegungen zeigen. Ein besonderes Highlight war die Aufführung der Schülerinnen und Schüler des Kurses „Darstellendes Spiel“ der IGS Enkenbach-Alsenborn zum Thema „Frauen haben die Wahl“. Sie zeigten die Frau im Wandel der Zeit in Bezug auf Bildung, Essen, Schwangerschaft, Kinderbetreuung und der Gehaltsfrage. Ein interessanter und kurzweiliger Vormittag der auch dazu beigetragen hat, dass „Frau“ etwas nach Vorne kommt.

Artikel veröffentlicht am 14.03.2019 von Wochenzeitung für die Verbandsgemeinde Weilerbach 11 / 2019