Feuerwehren der Gemeinde Röderland proben auf dem Gelände der LAWI-GmbH, Landwirtschaftsunternehmen Stolzenhain den Ernstfall!!

Röderland Prösen

In der gesamten Gemeinde heulten am 24.05.2019 gegen 18.10 Uhr die Sirenen. Auf den Funkmeldeempfängern (Pieper) der Kameraden stand geschrieben „Brand Sonderobjekt“ in der Elsterwerdaer Landstraße in Stolzenhain.

Auf dem Gelände der LAWI-GmbH galt es eine Riegelstellung zwischen der neu errichteten Biogasanlage und der Bergescheune aufzubauen und zu betreiben. Eine Riegelstellung bedeutet, ein Übergreifen von einem brennenden Bereich, in unserem Beispiel die Bergescheune, auf einen nicht brennenden Bereich, hier die Biogasanlage aufzubauen und zu betreiben.

Gleichzeitig sind die unterschiedlichen Wurfweiten und Wurfhöhen der eingesetzten Strahlrohre (B-Strahlrohr, B-Schwerschaumrohr als behelfsmäßiger Monitor) und ein Mobiler Monitor getestet worden.

Auch bei einem möglichen Gasaustritt aus der Biogasanlage ist das notwendige Löschwasser über eine größere Distanz aus dem Mühlenweg (Windbock (S1600)) heranzuführen – Fachausdruck: „Lange Wegstrecke“. Das bedeutet, dass das Löschwasser über eine größere Entfernung zum Einsatzort gefördert werden muss. In unserem Fall galt es einen Abstand von 750 m zu überwinden.

Aufgrund der Entfernung zwischen der Wasserentnahmestelle (Mühlenweg) und der Einsatzstelle (Gelände der LAWI) wurde auf der Hälfte der Strecke eine Verstärkerpumpe durch die Kameraden in Stellung gebracht. Dies ist notwendig, um das geförderte Wasser am Fließen und unter Druck zu halten.

Die 750 m Schlauchleitung, welche sich auf dem Schlauchtransportanhänger vom LF8 aus Prösen befindet, ist innerhalb von wenigen Minuten verlegt und einsatzbereit gewesen. Das Wasser wurde vom Löschgruppenfahrzeug der Kameraden aus Haida an der Einsatzstelle druckverstärkt und in Richtung Strahlrohre/Riegelstellung gepumpt.

Nach Übungsende gab es Verpflegung und durch den Betreiber der Hauptverantwortlichen, Herrn Sandro Schulze, eine Einweisung in die Technik vor Ort, um im Ernstfall schnell und richtig reagieren zu können.

Es hat gezeigt, dass unter bestimmten Windverhältnissen der vorhandene Flachspiegelbrunnen (S800) auf dem Gelände der LAWI-GmbH, Landwirtschaftsunternehmen Stolzenhain schwierig zu nutzen ist und somit das erste Löschwasser erst nach 16 Minuten an der Einsatzstelle zur Verfügung steht.

Bedanken möchten wir uns bei Herrn Sandro Schulze von der LAWI-GmbH für das Übungsobjekt und bei allen Beteiligten Kameraden/-innen. Ein großes Dankeschön für die Einsatzbereitschaft und die gute Zusammenarbeit.

Mit kameradschaftlichem Gruß
Feuerwehr Prösen

Helfen tut gut und verbindet. Komm mach mit – Steig mit ein, auch du hast das Zeug ein Feuerwehrmann (eine Feuerwehrfrau) zu sein!

Artikel veröffentlicht am 19.06.2019 von Gemeindeanzeiger | Amtsblatt für die Gemeinde Röderland 7 / 2019