Feuerwehr Leichter, schneller, effizienter...

Lohfelden

Was in vielerlei Hinsicht Ziel von neuen Entwicklungen ist, macht auch vor der Feuerwehr nicht Halt. Seit einigen Jahren schon nehmen immer mehr C42 Schläuche den Platz älterer C52 ein (Hierbei steht das "C" für die Kupplungsgröße und die Zahl für den Durchmesser des Schlauchs), da diese vor allem gefüllt leichter und damit auch im Brandraum deutlich leichter zu handhaben sind.

Oder man rüstet die Fahrzeuge sogar gänzlich so um, dass für den Innenangriff bei überschaubaren Brandobjekten D-Schläuche (nur 25mm Schlauchdurchmesser) mit D-Hohlstrahlrohr verwendet werden.

Wir bei der FF Lohfelden wollen künftig einen Mittelweg gehen. Mit der 30-Metervariante der C42 Schläuche, einem Absperrorgan und bereits angeschlossenem C-Hohlstrahlrohr war es vergangene Woche Übungsziel Erfahrungen zu sammeln. Hierbei wird dieses Paket, was sich leicht über der Schulter tragen lässt und dem Angriffstrupp so beide Hände freihält, für die letzten 30 Meter im Innenangriff ab der Rauchgrenze eingesetzt. Alleine der Wasserdruck genügt, um die Kabelbinder zu sprengen und in Sekundenschnelle eine ellipsenförmig gelegte, einsatzbereite Schlauchreserve zu schaffen, mit der der Angrifftstrupp ohne weitere Unterstützung anderer Kräfte selbstständig, schnell und effizient in den Löschangriff starten kann, ohne sich mit schweren, wassergefüllten C52-Schläuchen das Treppenhaus hochquälen zu müssen oder sich nach 15 Metern Schlauch über eine, am Treppengeländer verhakte, Kupplung zu ärgern.

Fazit der Ausbildungsabends war demnach eine breite Zustimmung der Atemschutzgeräteträger. Wer würde auch widersprechen, wenn es, wie in diesem Fall, einfach mal leichter und unkomplizierter wird. Und das nur dank eines Abteilungsleiter Ausbildung, der seine Augen und Ohren nach rechts und links und für das Internet offenhält. Dankeschön

Artikel veröffentlicht am 16.05.2019 von Blickpunkt Lohfelden 20 / 2019