Felsengarten

Wonsees

Idyllischer Buchenhain mit griechischen Mythenhelden

Die Natur selbst war die Baumeisterin“ schrieb Markgräfin Wilhelmine in einem Brief an ihren Bruder, Friedrich den Großen. Anscheinend belebten die bizarren Felsformationen die Fantasie der Markgräfin von Brandenburg-Bayreuth. 1744 ließ sie einen Garten anlegen, inspiriert vom Roman "Die Abenteuer des Telemach" vom französischen Autor François de Salignac de la Mothe Fénelon, der 1699 erstmals veröffentlicht wurde. Die Geschichte ist angelehnt an die Werke des griechischen Dichters Homer und handelt von Odysseus’ Sohn, Telemach, der auf der Suche nach seinem Vater eine vergleichbare Irrfahrt erlebt und dadurch vom Knaben zum Mann heranreift.

Von Göttern und Nymphen

Der Besucher des Felsengartens fühlt sich in die griechische Antike versetzt.

In der Kalypsogrotte soll Telemach der verführerischen Nymphe Kalypso begegnet sein, in der Mentorsgrotte soll Mentor, Telemachs schützender Begleiter, Werkzeug für den Bau des Fluchtschiffes gefunden haben, in der Vulkanshöhle schmiedeten angeblich Zyklopen Donnerkeile für Jupiter. Kupferstiche von Johann Gottfried Köppel zeigen wie die Stationen zu Wilhelmines Zeiten aussahen.

Tipp: Ausführliche Informationen zu Bauwerken und Felsengarten gibt es in der Broschüre der Schlösserverwaltung „850 Jahre Burg Zwernitz“ aus dem Jahr 2007.

Info: In der Sommersaison von 1. April bis 15. Oktober finden an jedem vierten Sonntag Sonderführungen statt, abwechselnd durch Burg Zwernitz und den Felsengarten. Individuelle Führungen sind buchbar ab einer Gruppengröße von 15 Personen. Wenden Sie sich dafür an die Schloss- und Gartenverwaltung in Bayreuth.

Zuständige Verwaltung für Burg Zwernitz, den Morgenländischen Bau und den Felsengarten:

Kontakt
Schloss- und Gartenverwaltung
Bayreuth-Eremitage

Ludwigstraße 21
95444 Bayreuth
0921 75969-0
Fax 0921 75969-15
sgvbayreuth@bsv.bayern.de
www.bayreuth-wilhelmine.de

Artikel veröffentlicht am 08.08.2018 von Verwaltungsgemeinschaft Kasendorf