In Abwehr und Angriff konnte Jan Henrich überzeugen
Beim 2:1 Siegestreffer von Christoph Rönz (Bildmitte) herrschte verständlicherweise Jubelstimmung bei den Mannschaftskollegen.

Erfolg für das Team von Trainer Michel Maur

Weißenthurm

Fußball-Rheinlandliga: SG 2000 Mülheim-Kärlich gegen SG Malberg/Rosenheim 2:1 (0:1)

MÜLHEIM-KÄRLICH. (jab) Einen ganzen Sonntagvormittag lang feierte die SG 2000 Mülheim-Kärlich ihren traditionellen Familientag, an dem sich alle Jugend- und Seniorenmannschaften des Vereins mit Trainern und Jugendleitern dem Publikum vorstellten.

Nach dieser allgemeinen, vom 2. Vereinsvorsitzenden Thomas Theisen vorgenommenen Vorstellungsrunde gab es ein Einlagespiel zwischen den jüngsten Jugendmannschaften vom SV Mainz 05 und der gastgebenden SG 2000, das die Gäste aus der Landeshauptstadt klar gewinnen konnten.

Als dann die beiden Kontrahenten aus der Rheinlandliga, die SG 2000 mit ihren Trainern Michel Maur und Michael Steiner und den Spielern den Hybrid-Rasen betraten, dann brandete erstmalig Beifall auf, wobei die Gäste vom Westerwald durchaus eine Vielzahl ihrer Fans mit nach Mülheim-Kärlich gebracht hatten.

Flottes Spiel

Es entwickelt sich von Beginn an ein flottes Fußballspiel, das allerdings in den ersten Minuten bereits zeigte, dass sich die Gäste keinesfalls verstecken wollten, sondern sogar eher die Initiative übernahmen als dies den Gastgebern lieb war.

Wäre nicht Torwart Michael Wall, wie eigentlich immer, voll konzentriert und motiviert in dieser Anfangsphase gewesen, hätte es leicht schon früh eine Führung für die Gäste geben können.

Auf jeden Fall spielte das Team von Trainer einen effekt- und druckvollen Fußball, der die Gastgeber sowie die heimischen Zuschauer doch ein wenig verblüffte.

Eigene Angriffsversuche hingegen bleiben Mangelware und wenn sie dann doch vor dem Tor des großgewachsenen Malberger Torhüter auftauchten und versuchten, einen Treffer zu erzielen, dann verloren sich die etwaigen Schüssen weit über bzw. neben dem Tor, was natürlich für Unzufriedenheit beim Trainer sowie bei den heimischen Zuschauern sorgte.

Für Aufregung sorgten allenfalls die zahlreichen, die die Anhänger und die Auswechsel-Spieler beider Seiten jeweils auf das heftigste kritisierten. Der Schiedsrichter jedoch behielt die Übersicht und hatte das Geschehen auf dem Rasen voll im Griff.

Obwohl SG-Abwehrchef Jan Henrich eine überragende Partie spielte und sogar aufgrund seiner Kopfballstärke immer wieder auch vorne im Angriff auftauchte, konnte auch er nichts daran ändern, dass ein Gästespieler plötzlich ungedeckt im Strafraum auftauchte und mit einem strammen Schuss in der 27. Minute das 1:0 für seinen Verein erzielte, wobei Gästetrainer und alle Spieler diesen unverhofften Treffer stürmisch bejubelten.

Es folgten weitere gut initiierte Angriffe der Gäste, die jetzt Lunte gerochen hatten. In der Abwehr wiederum ließen sie in den ersten 45 Minuten nichts mehr anbrennen obwohl sich die Gastgeber eins ums andere Mal bemühten noch vor dem Halbzeitpfiff einen Treffer zu erzielen.

Spiel ändert sich

In der 2. Halbzeit sollte sich nun das Spielgeschehen grundlegend ändern. Jetzt spielten die Jungs von Coach Michel Maur als wären sie durch ein Erfrischungsbad gegangen und bestürmten auf „Teufel komm raus“, das gegnerische Tor, so dass entsprechende Chancen nicht ausblieben.

Es geschah dann in der 48. Minute als „Torjäger“ Jeremy Heyer die sich ihm bietende Gelegenheit ergriff und mit seiner konsequent torgefährlichen Art den 1:1- Ausgleich schaffte.

Es vergingen keine zehn Minuten als die SG 2000 durch Christoph Rönz überraschend das 2:1 schaffte, was ihm nicht nur den Jubel seiner Mannschaftskollegen sondern natürlich auch den der freudig überraschten einheimischen Zuschauer ein brachte.

Zuvor hatte Trainer Michel Maur Fadou Ouro-Djeri für Kevin Kimmel für Majdi Mahmud ins Spiel gebracht, womit beim Spielgeschehen neue Akzente gesetzt werden konnte. In der nachfolgenden halben Stunde häuften sich die durch Schiedsrichter Markus Wozlawek gezückten Gelben Karten, womit durchaus die härtere Gangart dieser Begegnung gekennzeichnet werden konnte.

So richtig zufrieden war SG 2000-Trainer trotz des Sieges nicht. „Nachdem wir den zweiten Treffer erzielt hatten, glaubte ich, dass die Elf ihren Vorsprung nicht nur verteidigen würde, sondern mit noch mehr Elan einen höheren Sieg erzielen könnte. Doch leider wurden die entsprechenden Chancen nicht genutzt. Trotz allem bin ich natürlich mit dem Sieg an sich zufrieden“, betonte der Coach, wobei auf ihn und seine Mannschaft am 17. August beim FSV Salmrohr ein keinesfalls leichteres Spiel erwartet.

Artikel veröffentlicht am 13.08.2019 von Mitteilungsblatt für den Bereich der Verbandsgemeinde Weißenthurm 33 / 2019