Zeichen für den Startschuss der Böller beim Empfang des Neupriesters in seinem Heimatort
Segnung des Primizkreuzes am Elternhaus
Hinter der Kutsche Bürgermeister Willi Reiter und Pfarrer Ralf Putz
Dankandacht in der Kirche St. Vitus
Auch das gab es: Altarzelt mit Priestern und Altardienst sowie dem Projektchor (links) im Sonnenschein
Neben der Primizkerze (von links) Domkapitular Michael Kreuzer, Primiziant Dominik Loy, Ortspfarrer Ralf Putz und Pfarrer Jürgen Stahl am Altar
Primizkrone
Einzel-Primizsegen
Für die Kinder ging er dafür auf die Knie

Empfang des Neupriesters Dominik Loy in seiner Heimat

Gessertshausen Dietkirch

Er war am Elternhaus in Mödishofen mit der Weihe des Primizkreuzes.

Nach einem Salut der Böllerschützen hießen ihn Pfarrer Ralf Putz und Sabine Gaßner für die Pfarrei willkommen. Sie unterstrichen, „die Türen in Mödishofen stehen immer offen und wir sind stolz das Fest der Primiz auszurichten“. Der ehemalige Landwirtschaftsminister Josef Müller sprach ein Grußwort und für Bürgermeister Willi Reiter stellte fest: „ Eine Primiz überragt alles was eine Gemeinde feiert. Er wünschte dem Neupriester mit Mut, Kraft und Weitsicht die Herausforderungen einer Zeit mit der schwindenden Richtschnur des Glaubens zu meistern. Das Ortswappen soll ihn an seine Heimat erinnern.

Dominik Loy sagte zum Dank: „Heimkommen ist schön, wenn das Haus nicht leer ist und so viele Menschen da sind“. Das Miteinander macht es möglich, dass der Glaubenssamen aufgehen kann und schöne Erinnerungen tragen.

Feuerwehr-, Schützen-, Soldaten- und Burschenverein waren mit ihren Fahnen gekommen und bekamen vom Primizianten ein Erinnerungsband angeheftet. Die Arestrieder Musikanten gaben der Feier musikalischen Schwung und spielten den Festzug zur Kirche St. Vitus. Alfons Kastnern spendierte dazu als Überraschung dem Primizanten, den Eltern mit Neffe Lucas und Nichte Lea eine Kutschfahrt zur Dankandacht. Landwirtschaftsminister a. D. durfte beim Kutscher Platz nehmen.

Zur rhetorischen Frage, ob Gott Priester braucht, meine der Neupriester, es sind eigentlich nur die Menschen, die ihr Dasein, Beten und ihre helfende Hand brauchen. Die Ministranten überreichten ihm eine Stola und eine Rose ohne Dornen. „Die Stacheln waren wir und ein rechter Sauhaufen als sich Dominik Loy um unsere Ausbildung und Freizeiten kümmerte“.

Primiz ein besonderes Fest und Erlebnis

Mödishofen und Usterbach feierte die Primiz von Dominik Loy. Es ist ein seltenes Ereignis und eine besondere Ehre für den Heimatort und die Pfarrgemeinde, wenn aus ihr ein Priester hervor geht. Mit großem Eifer wurde das Fest von vielen Helfern vorbereitet, gestaltet und am Sonntag trotz Regenschauer bei der Messe unter großer Anteilnahme gefeiert. Als Primizspruch wählte er „Dein Angesicht, Herr, will ich suchen.“ Ein Projektchor der Pfarreingemeinschaft Dietkirch und die Harmoniemusik Maingründel haben „die Feier musikalisch getragen“, dankte der Primiziant.

Primizprediger war Domkapitular und Regens am Priesterseminar Michael Kreuzer. 1994 bis 2006 Pfarrer in Ustersbach. Bei ihm empfing Domink Loy die Erstkommunion und Firmung. Aufgabe des Priesters ist es Jesu Heil in die Welt zu tragen. „In Gottes Gegenwart zu leben ist Kraftquelle für uns alle“ gab er den Besuchern mit.

Nichte Lea trug die Primizkrone. Es ist eine 150 Jahre alte Klosterarbeit, das Geschenk eines Priesters, der in Ustersbach wirkte und sie selber von seinem Heimatpfarrer geschenkt bekam. Sie wurde nach der Wandlung auf den Primizkelch gesetzt als Verbundenheit mit Christus.

Der Primizsegen des Neupriesters ist immer noch besonders geschätzt. Das zeigte sich bei der eucharistischen Andacht in der Kirche St. Fridolin. Dominik Loy war am Ende noch lange gefordert den vielen Wartenden einen persönlichen Einzelsegen zu spenden.

Der Segensspruch lautet: „Gott segne Euch durch den ewigen Hohenpriester Jesus Christus; er schenke Euch die Gnade ihn zu erkennen und zu lieben. Er heilige Euch durch die Wahrheit und lasse Euch eins sein in der Liebe, damit ihr seine Herrlichkeit schauen dürft. Er bewahre Euch und behüte Euch vor dem Bösen, damit keiner von Euch verloren geht. Das gewähre Euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.“

Weitere Berichte siehe Tageszeitung und Katholische Sonntagszeitung.

Text und Bilder: Anne-Marie Wiedemann
Artikel veröffentlicht am 11.07.2019 von Über den Zaun 28 / 2019