Maik Suhrbier

Ehrenamtler vorgestellt:

Feldberger Seenlandschaft Feldberg

Heute: Maik Suhrbier - Gemeindewehrführer der Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, Ortswehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Triepkendorf mit den dazugehörigen Löschgruppen Dolgen und Mechow

C.B.: Würdest Du dich kurz vorstellen!

M.S.: Ich bin 47 Jahre jung, seit 23 Jahren verheiratet und habe zwei Töchter im Alter von 20 und 22 Jahren. Als Hobby habe ich, neben meiner Familie, der Arbeit und der Feuerwehr, ein Grundstück auf dem es immer was zu tun gibt.

C.B.: Lebst du seit Geburt in der Feldberger Seenlandschaft?

M.S.: Ich bin in Wismar geboren und habe die ersten Jahre in einem kleinen Dorf in der Nähe von Eisenhüttenstadt verbracht. Vom siebten Lebensjahr an wohnte ich dann in Laeven, bin in Feldberg zur Schule gegangen und seit diesem Zeitpunkt in der Gemeinde ansässig. Nunmehr seit über 20 Jahren wohne ich am Ortsrand von Triepkendorf.

C.B.: Seit wann bist Du Gemeindewehrführer?

M.S.: Seit Mai 2019, also noch gar nicht so lange. 2017 wurde ich zum Ortswehrführer ernannt und im gleichen Jahr auch zum stellvertretenden Gemeindewehrführer.

C.B.: Seit wann bist Du in der Feuerwehr und bist Du noch in anderen Vereinen aktiv?

M.S.: Ich bin seit sechs Jahren in der Feuerwehr aktiv. Bis 2013 war es mir aus beruflichen Gründen leider nicht möglich ein, Ehrenamt zu übernehmen. Ich bin als Berufssoldat bei der Bundeswehr angestellt, da ist man sehr viel unterwegs, unter anderem auch in Auslandseinsätzen. In meiner Verwendung bei der Bundeswehr bin ich zum ABC-Abwehrfeldwebel ausgebildet worden. Diese Ausbildung hat sehr viel Gemeinsames mit der Feuerwehr, zum Beispiel der Umgang mit Feuerlöschgerät sowie das Auseinandersetzen mit chemischen und industriellen Gefahrstoffen. Da lag der Schritt doch nahe, mich hier mit meinem Wissen einzubringen. Die Arbeit hier bei der Feuerwehr lässt wenig Zeit für weitere Hobbys, so üben wir jeden zweiten Samstag die unterschiedlichsten Einsatzszenarien, dabei darf die Familie auch nicht zu kurz kommen.

C.B.: Wieso bist gerade Du in dieser Position?

M.S.: Das hat sich ergeben als 2019 der damalige Gemeindewehrführer aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste. So wurde ich gefragt, ob ich Verantwortung für diese ehrenamtliche Position übernehmen würde. Das hat sich eben so entwickelt.

C.B.: Du bist ja auch in der Jugendarbeit aktiv, welche Ziele verfolgst du, wie sieht die Zukunft für Dich aus!

M.S.: Wir haben derzeit drei Mitglieder unter 18 Jahren aus unserem Bereich, jeweils einer aus Triepkendorf, Koldenhof und Dolgen. Nachwuchs ist immer gesucht, da kann jede(r) Feuerwehrfrau oder -mann angesprochen werden. Die Ausbildung der „kleinen“ findet in Feldberg statt. Das wird dort zentral organisiert. Seitdem wir die Feuerwehr der gesamten Gemeinde zusammengeschlossen haben, ist auch die schon vorher gute Zusammenarbeit untereinander noch besser geworden. In Zeiten da immer weniger Feuerwehrleute in der Tagesbereitschaft zur Verfügung stehen, das liegt daran das viele Feuerwehrfrauen und Männer ihrer beruflichen Tätigkeit außerhalb der Gemeinde nachgehen, war dieser Zusammenschluss taktisch und strukturell überlebensnotwendig. Das es so funktioniert sieht man am heutigen Ergebnis, wie die Frauen und Männer im Einsatzfall zusammenarbeiten.

C.B.: Was ist deiner Meinung das Grundlegendste zum Fortbestand der freiwilligen Feuerwehrstruktur in der Feldberger Seenlandschaft?

M.S.: Unser Fahrzeug in Triepkendorf ist zwar voll einsatzfähig, schaut aber auch schon auf vier Lebensjahrzehnte zurück. In Mechow fahren wir sogar noch mit einem Trabant zum Einsatz. Auch die gut funktionierende Landes- und Kreisübergreifende Hilfe, zum Beispiel beim Bundesland Brandenburg, Landkreis Uckermark und dem Landkreis Strelitz-Land ist vor allem im Grenzbereich wichtig. Die Technik auf dem Stand halten, die Kameradinnen und Kammeraden vernünftig ausbilden und die gute Zusammenarbeit stärken, wenn das die Grundlage ist dann sollten wir auch einsatzfähig in die nächsten Jahre zukunftweisend nach vorne schauen können.

C.B.: Du hättest einen Wunsch frei aber nur 10 Sekunden zum Überlegen?

M.S.: Auf die Schnelle fällt mir da nur ein, dass die Familie gesund bleibt und ich natürlich auch. Vielleicht das uns Einsätze mit verheerendem Ausmaß soweit es geht erspart bleiben, die 10 Sekunden sind um!

C.B.: Vielen Dank Maik für das freundliche Gespräch

Carsten Becker

Artikel veröffentlicht am 13.12.2019 von Kiek Rin 12 / 2019