Ludwig Flug, Unterwössen, alle Rechte vorbehalten -
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Die Musikschule Grassau informiert

Grassau

Sophia und Maximiliane Gnadl starten durch

Mit Freude und Energie sind die beiden Schwestern Sophia und Maximiliane Gnadl in der Musik unterwegs. Ihrem ersten Preis im Regionalwettbewerb in Traunstein des Wettbewerbes "Jugend musiziert" folgte nun der Auftritt im Bayerischen Landeswettbewerb. In Hof erspielten sie sich im Zitherduo und der Altersklasse II, Jahrgänge 2007/2008, einen 2. Preis mit 22 Punkten. Mit den beiden freut sich deren Musiklehrerin Sabine Huber von der Musikschule Grassau.

Schon kurz darauf nahmen die musikalischen Schwestern erfolgreich am Internationalen Wettbewerb für Zither solo in der Hochschule für Musik und Theater München teil. Wie nebenbei wirkten sie zudem in einer großartigen Uraufführung in Toblach/Südtirol mit. In der Komposition von Ulrich von Troyer spielten 50 Zitherspielerinnen und -spieler aus Bayern, Südtirol und Österreich mit, begleitet von elektronischer Musik. Dem war ein zweitägiger Workshop gleichgesinnter junger Musiker vorausgegangen, in dem das begeisternde Stück eingespielt wurde. Die Uraufführung im Kulturzentrum von Toblach vor vollem Saal erwies sich als großer Erfolg.

Mit Klavier und Horn zum zweiten Preis in Jugend musiziert

Nach ihrem Erfolg beim Regionalwettbewerb beeindruckte das Siegsdorfer Duo aus Ferdinand Spitzer (Klavier) und Leo Huber (Horn) im bayerischen Landeswettbewerb Jugend musiziert. In der Altersklasse II, der Jahrgänge 2007/2008 überzeugten sie in Hof mit einem 2. Preis. Mit ihrem Wettbewerbsprogramm, einer Burleske von Manfred Sternberger und einem Andante von Charles Guonod, überzeugten sie die hochkarätige Jury und begeisterten das Publikum.

Leo Huber lernt bei der stellvertretenden Leiterin der Musikschule Trostberg Rebekka Thois Klavier. Den jungen Hornisten Ferdinand Spitzer unterrichtet der Leiter der Zweigstelle Reit im Winkl in der Musikschule Grassau Sebastian Krause.

Jugendkapellentreffen

Mit Vorfreude und einer gewissen Spannung sehen die Musikschule Grassau und die Musikkapellen im Achental dem alljährlichen Jugendkapellentreffen entgegen. Junge Musikanten aus der Musikschule Grassau mit ihren sieben Zweigstellen und rund 1000 Schülern stellen darin traditionell ihre Fortschritte unter Beweis. Es war ein mitreißender Abend, der heuer im Heftersaal Grassau stattfand.

Die Vorfreude war Musikschulleiter Wolfgang Diem anzumerken, als er das Publikum begrüßte, darunter neben vielen Angehörigen der jungen Musikanten auch Vertreter verschiedener Musikkapellen.

Musikalisch eröffnete die Jugendkapelle Marquartstein/Bernau. Musikschullehrer Rupert Kamhuber leitet die Jugendkapelle Grassau, sein Kollege Josef Steiner die aus Bernau. Nach vorbereitenden Probenabenden reichte den jungen Leuten eine gemeinsame Probe, sich mit einem ansprechenden Programm zu präsentieren. Mit Fanfare, Canto und Danca von Fritz Neuböck startete die Jugendkapelle kraftvoll. Es folgte Neuböcks Spirit of Music und Jugendträume von Alexander Pfluger. Grandioser Schlusspunkt vor der Pause war das Mission Impossible Thema aus der Filmreihe von Lalo Schiffrin. Nicht einfach zu spielen, weil im 5/4-Takt, meinte Dirigent Steiner. Die Musikanten meisterten das mitreißend.

Die zweite Jugendkapelle setzte sich aus Musikanten der Jugendkapellen Grassau und Reit im Winkl zusammen, die beide vom Musikschullehrer Sebastian Krause geleitet werden. Diese Jugendkapelle spannte einen Bogen mit dem Transformers Konzert von Pfluger über die Piraten der Karibik und die Highlights aus der Transformers Reihe von Pfluger bis hin zu Mars von Gustav Holst. Dazwischen war ein feines und gefühlvolles „The Rose“ von Eric Osterling gestreut. Mitreißend südamerikanisch schloss Montanas del Fuego von Markus Götz. Zwischen den Stücken setzte eine Moderatorin aus den Reihen der Musikanten das Publikum ins Bild. Das Konzert schloss mit einer Zugabe Gangnam-Style. Die Zuhörer zeigten sich in den folgenden Gesprächen begeistert. Die Fortschritte der jungen Musikanten beeindruckten.

Wo so eine Reise hingehen kann, zeigte der Vorstand des Grassauer Musikvereins Tobias Gasteiger anhand einer Erinnerung auf. Vor Jahren musizierten zwei junge Musikanten nebeneinander, Gasteiger und Sebastian Krause. Ihr Lehrer und Leiter war damals Rupert Kamhuber.

Selbstbewusste Kinder musizieren und beeindrucken

Von einer ihrer schönsten Seiten zeigt sich die Musikschule Grassau im alljährlichen Kinderkonzert. Das hat sich herumgesprochen. Es brauchte einen langen, breiten Gang im Obergeschoss des Schulhauses, der vielen Zuhörer Herr zu werden. Angesichts der vielen Köpfe bis weit hinten in den Gang, konnte es einem jungen Musiker auf der Bühne schon einmal mulmig werden. Doch davon kaum eine Spur. Ein fröhlich schmetternder Schulchor sorgte mit einem Geisterkinderchor oder Hexenwetter für gute Stimmung. Der beeindruckende Chor ist Ausdruck guter Zusammenarbeit im Achental. Auf Schulseite unterrichtet Lehrerin Elisabeth Lewerentz die Kinder, in der Musikschule Lehrerin Alessandra De Crescenzo. Eine lockere Anmoderation gleichaltriger Musikschüler half den Musikern über die Anspannung hinweg. Und was dann kam war erstaunlich.

Da waren einmal die lange Reihe der Solisten, die mit ihren Leistungen beeindruckten, vor allem aber die Ensembles. Sie stellten sich den besonderen Herausforderungen des Zusammenspiels. Das gelang zumeist überraschend gut. Das Publikum dankte mit besonders kräftigem Beifall. Mit fortschreitender Konzertdauer wurden die Kinder älter, die Musikstücke anspruchsvoller. Da war es dann oft das Staunen, was die Emotionen der Zuhörer bestimmte. Am Ende waren die Zuhörer hoch beeindruckt. Da passte es, dass die Musikschullehrer im Anschluss in den Probenräumen der Musikschule Kindern und Eltern ihre Instrumente näherbrachten und die vielen Fragen zu Instrument, Musik und Ausbildung beantworteten.

Das ist aber nur ein Schritt, sich mit dem Einstieg in die Musik anzufreunden. Die Musikschule bietet heuer im Mai einem jeden Interessierten an, einen kostenlosen Schnupperunterricht zu vereinbaren. Die Terminvereinbarung ist über das Musikschulbüro möglich, Tel. 697940.

Schülervorspiel Brass meets Strings

Die Musikschüler von Elisabeth Urban und Sebastian Krause präsentierten sich dem Publikum in einem Schülervorspiel im Pfarrsaal Grassau. 17 junge Hornistinnen und Hornisten, 6 Trompeter, 1 Ziach, 7 Geigen, 1 Posaune und ein Tubist sowie 5 Pianistinnen und Pianisten, die die fortgeschrittenen Schüler begleiteten. Entsprechend abwechslungsreich gestaltete sich das Programm. Viel Beifall gab es für die Schüler vom Anfänger bis zum Wettbewerbsteilnehmer von Jugend musiziert. Eisgutscheine für die Mitwirkenden versüßten den Erfolg.

Artikel veröffentlicht am 16.05.2019 von Grassauer Gemeindezeitung 10 / 2019