Die Magie hinter den Kräutern

Hermeskeil

Vom Mittelchen gegen lästige Mückenstiche bis hin zum feinen Gewürz für die gute Suppe am Mittagstisch – so manch einer würde sich wundern, was sich an unseren Wegesrändern im Wald so findet. Nach dem tollen Erfolg im vergangenen Jahr ging es auch in diesem Jahr zusammen mit Naturerlebnispädagogin Beate Stoff auf Kräuter-Tour.

Den Auftakt der Wanderwoche bildete auch in diesem Jahr die Kräuter-Wanderung, diesmal waren wir aber im nördlichen Zipfel der Verbandsgemeinde unterwegs, führte uns Beate Stoff doch durch Naurather Gefilde.

Ausgehend vom Bürgerhaus machten sich am Montagmorgen rund 25 motivierte Wandersleute zusammen mit der Kräuterexpertin bei schönstem Wetter auf, um einen Einblick in die Kräuterkunde zu gewinnen.

„Unkraut nennt man die Pflanzen, deren Vorzüge noch nicht erkannt wurden“, wusste Ralph Waldo Emerson einst zu sagen – und es schien, dass er damit Recht behalten sollte, wusste Beate Stoff auch hier wieder spannende Geschichte unter Hintergründe zu allerlei Gewächsen zu erzählen. Dabei wurde schnell deutlich, dass heimische Wildkräuter es verdienen, mehr beachtet und geschützt zu werden. Aus der traditionellen Kräuterkunde, die für unsere Vorfahren zum täglichen Leben gehörte, ließe sich allerhand über die Pflanzen am Wegesrand lernen. So kann uns der Kompass-Lattich mit seiner Nord-Süd-Ausrichtung schon mal in brenzligen Situationen den Weg weisen und sein Bruder, der Huflattich, schon mal als reißfestes (und dennoch weiches) „Wald-Toiletten-Papier“ dienen.

Das besondere Highlight war auch in diesem Jahr wieder das Kräuter-Büffet zur Mittagspause in Nähe der Bescheider Mühle. Der gemeinsam zubereitete Imbiss hielt für alle wieder eine absolute Gaumenfreude bereit und machte beim Probieren der verschiedenen Wildkräuter Lust auf mehr. Hier gab es neben dem schmackhaften Blüten-Camembert und einer leckeren Frischkäsecreme auch eine Auswahl heimischer Kräuter zu kosten: Ob Waldsauerklee, Beifuß, Wasserpfeffer oder Knoblauchrauke – allesamt haben sie überzeugt und bewiesen, dass es nicht immer Basilikum, Pfeffer und Thymian aus dem Gewürzregal des Supermarkt sein muss. (LeWe)

Artikel veröffentlicht am 11.07.2019 von Rund um Hermeskeil 28 / 2019