Die Kinder der Kita „Frechdachse“ werden Abfallkönige 2019

Wethau

Ende Mai starteten wir unser Abfallprojekt. Die Kinder lernten alles über den Müll, die Mülltrennung und die Müllverwertung.

Müll kommt in den Abfalleimer, dieser wird in die Tonne geleert und dann??? Diese Antwort wollten wir gemeinsam mit den Kindern herausfinden und der Sache auf den Grund gehen.

Wir begannen mit der Geschichte vom kleinen Müllmonster „Mampf“. Dieses hatte furchtbare Bauchschmerzen weil es anscheinend etwas Falsches gegessen hatte. Mampf wohnt in der schwarzen Restmülltonne und lernt am gleichen Tag das kleine Mädchen Helen kennen. Sie wollte Mampf helfen herauszufinden, ob er vielleicht Batterien oder Glas gefressen hatte, denn so etwas gehört ja gar nicht in die schwarze Tonne. Mampf erklärte Helen welcher Müll seine Lieblingsspeise ist und in welche Tonne der andere Müll, wie zum Beispiel Bananenschale, Papier oder Glas, gehört. Das Mädchen versprach ihre Kindergruppe gleich aufzuklären, so dass Mampf nie wieder Bauchschmerzen haben musste.

Anschließend konnten sich die Kinder der Aufgabe stellen, verschiedenen Müll in die richtigen Tonnen zu sortieren. Das war manchmal gar nicht so einfach. Gemeinsam besprachen wir, welche Farbe für welche Tonne steht. Gelb steht für Kunststoff, Braun für Bioabfall, Blau für Papier und Schwarz für Restmüll.

In der zweiten Woche besuchte uns Frau Dietel von der Abfallwirtschaft. Sie erklärte und übte mit uns das Sortieren des Abfalls. Zuerst erzählte sie uns eine Geschichte von Lilly und Emil, die auf dem Weg zum Kindergarten allerlei Müll in der Natur fanden. Sie sammelten mit Oma, die natürlich einen Beutel dabei hatte, alles ein und zeigte es in der Kindergruppe. Auch wir wissen, was man seinen Müll nicht achtlos wegwirft. Sortieren der verschiedenen Sachen ist manchmal gar nicht so einfach, wie wir noch feststellten. Frau Dietel hatte tolle Mülltonnen zum Üben mitgebracht. Zuerst unterhielten wir uns darüber, welche Abfälle in welche Tonne gehören. Bei manchen Dingen ist das nicht so einfach. Wo gehören z. B. Kassenbons hin oder Backpapier? Und was sind eigentlich stoffgleiche Nichtverpackungen? Wo gehören Glasflaschen oder Spielzeugautos hin? Dann gibt es auch noch Sondermüll, wie Batterien, Farbreste usw., dieser wird gesondert abgeholt oder in extra Boxen in Supermärkten gesammelt. Alle Kinder waren aufmerksam und interessiert. Zum Abschluss bastelten wir aus Eierpappen noch kleine Raupen.

In der dritten Woche bastelten einige Kinder aus alten Socken, Knöpfen, Watte, Wolle und anderen Alltagsmaterialien, ihre eigenen Müllmonster. Jedes Kind konnte dabei seiner Fantasie freien Lauf lassen

Woche 4 unseres Abfallprojektes: Auch Papier schöpfen war ein Teil unseres Projektes. Wir wollten verstehen wie wir aus altem verbrauchtem Papier, neues herstellen können. Das war gar nicht so einfach.

Eine Woche später gingen wir gemeinsam auf Entdeckertour durch Haardorf, um zu schauen wie viel Müll eigentlich in der Natur so rumliegt. Wir sammelten mit Müllzangen einiges auf, sortierten es und gruben es anschließend in einen Beobachtungskasten ein. In diesem wollten wir beobachten welcher Abfall verrottet und welcher nicht.

Auch bastelten wir aus PET-Flaschen tolle Stifthalter und lernten das „Mülltrennerlied“. Unsere letzte Etappe war das Thema „Wasserverschmutzung“. Mit Hilfe der Eltern wurde einiges an Infomaterial zusammengetragen. Viele wichtige Fragen wurden für uns beantwortet, wie z. B.: Was passiert mit unserem Wasser wenn es vermüllt ist? Wie wirkt sich dies auf unsere Umwelt aus? Was können wir dagegen tun? Zum Abschluss unsers Projektes bauten wir selbst kleine Kläranlagen aus Kies, Erde, Sand und Kaffeefilter. Diese sollten das Prinzip einer großen Kläranlage verdeutlichen.

Für alle gab es dann eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme am Abfallprojekt und wir wurden Abfallkönige 2019.

Die „ Frechdachse“ aus Haardorf
Artikel veröffentlicht am 14.08.2019 von Heimatspiegel Verbandsgemeinde Wethautal mit Sitz in der Stadt Osterfeld 18 / 2019