Bilder vom Foto-Shootings im Kur- und Sagenpark, bei dem auch das Foto für die Autogrammkarte entstand. (Fotos: K. Möbes)

Das Abitur steht jetzt im Vordergrund

Burg

Vorgestellt: Das Wendenkönigspaar Maria I und Max I. verabschieden sich

„Ein sehr spannendes, aufregendes und lehrreiches Jahr“ geht für das Wendenkönigspaar Maria I. und Max I. zu ende. Am Samstag, dem 24. August, werden sie Zepter und Krone an ihre Nachfolger übergeben.

Sehr spontan, erst zwei Wochen vor dem Heimat- und Trachtenfest, hatten sich Maria Merting und Max Leubauer für das Ehrenamt gemeldet, als bei der Burger Jugend nach den Nachfolgern für Benjamin Dossow und Alice Höpfner gesucht wurde. Die Krönung anlässlich des Heimatfestes war dann für auch gleich ein überwältigender Moment. „Die vielen Zuschauer, die nur wegen der Krönung gekommen waren und dass man einmal so im Mittelpunkt steht, das hat man ja nicht jeden Tag“, begründet Maria. Der erste große Auftritt außerhalb des Amtes erlebten sie dann beim Gub´ner Appelfest. Dieser bleibt natürlich besonders in Erinnerung, aber auch das Blütenfest in Kromlau und natürlich die Spreewälder Sagennacht, die sie an allen drei Abenden besuchten. Mit dem Peitzer Fischerfest vor wenigen Tagen endeten ihre Repräsentationstermine. Insgesamt haben sie ca. acht Termine wahrgenommen. „Wir haben richtig viele Leute kennengelernt, oft auch die Eltern und Geschwister der anderen Hoheiten“, erzählt Maria, und Max ergänzt: „Da sieht man, wie die Familien dahinterstehen, und man wird selbst gut aufgenommen und fühlt sich sofort wohl.“ Auch ihre Eltern waren meist mit dabei, denn Maria und Max haben noch keinen Führerschein und waren so auch auf „Fahrdienste“ angewiesen. Auch die Straupitzer Leinölfee hat sie mal zu einem Termin mitgenommen.

Die gängigste Frage, die ihnen – wie schon ihren 12 Vorgängerpaaren – immer wieder gestellt wurde ist: „Wer ist der Wendenkönig?“ und auch „Hat das was mit der Wende zu tun?“ Die Fragesteller erhielten dann natürlich einen kleinen Einblick zum Beispiel in die sorbische/wendische Geschichte.

Dass Maria und Max ihr Ehrenamt nun abgeben, hängt mit schulischen Aufgaben zusammen. Max ist jetzt in der 12. Klasse am Niedersorbischen Gymnasium und möchte sich auf das Abitur konzentrieren. Danach hofft er auf eine Ausbildung zum Fotografen oder ein Studium der Stadt- und Regionalplanung an der BTU Cottbus. Auch wenn es ihn zu Studium oder Ausbildung aus der Heimat wegziehen sollte, möchte er gerne wieder zurückkommen. “Ich habe in Burg Familie und Freude und fühle mich hier einfach wohler als woanders.“ Ähnlich sieht es Maria, die derzeit die 11. Klasse besucht und deren Zukunftsplanung noch offener ist.

Und so würden sie es auch nicht ausschließen, sich irgendwann vielleicht noch einmal als Wendenkönigspaar zu bewerben. Bereut haben sie es jedenfalls nicht.

Ihr Dankeschön geht vor allem an ihre Familien, die sie so toll unterstützt haben. (K. Möbes)

Artikel veröffentlicht am 14.08.2019 von Burger Spreewald Zeitung | Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald) 10 / 2019