Auch getanzt wurde während der Dankeschönveranstaltung unter der Anleitung von Jörg Dombrowski wieder - bei fast 40 Grad Lufttemperatur.
Die Tafel mit Lob und Hinweisen zur Organisation des Trachtenfestes war am Ende gut gefüllt.
Das ZDF-Mittagsmagazin drehte vorab u. a. in der Kita Spreewald.
Die Vorabendsendung ZIBB vom rbb sendete live von der Eröffnung.
Guter Platz vor der Bühne auf der Schlossinsel ...
Tracht verband: Generationen und Trachten aus verschiedenen Regionen.
Die Salutschüsse der Lübbener Schützen waren ein viel gefragtes Fotomotiv.
Die Vielfalt der Trachten zeigte sich nicht nur auf der Bühne, sondern vor allem im Publikum.
Die Annemarie-Polka wurde zur Eröffnung auf der Schlossinsel getanzt.
Am Freitagabend trafen sich Trachtler und Nicht-Trachtler bei der Band NaUnd auf der Antenne-Bühne.
Die Trachtengruppe Alt Zauche gehörte zu den fleißigen Frühstückmachern, hier in der Mehrzweckhalle.
Die Gemeinschaftsquartiere wurden von ehrenamtlichen und städtischen Helfern hergerichtet.
Bunte Trachten und rasante Tänze wurden auf drei Bühnen und zwei Tanzböden gezeigt.
Auch eine Kahnfahrt haben viele Gäste unternommen, hier die Trachtenträger von den Nordfriesischen Inseln-
Auch das Ordnungsamt war, gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk, der Feuerwehr und dem Sicherheitsdienst überall vor Ort, um den sicheren Ablauf des Festes zu gewährleisten.
Sitzt die Kopfbedeckung? Wer wollte, konnte die Trachten im Detail anschauen und sich erklären lassen.
Gruppenfoto nach dem letzten Frühstück: Die Radensdorfer Frauen haben Holländer im Dorfgemeinschaftshaus verpflegt.
Pastors Pemme - ein regionaler Fast-Food-Snack - war vor der Kirche der Hit. Die Kirchengemeinde packte tüchtig mit an.
Pause unter Bäumen - so ein Bild war vielfach in Lübben zu sehen.
Der Trachtenumzug war der Höhepunkt des Festes. Fotos: Karen Ascher, Andreas Traube, Dörthe Ziemer
Ein langes Banner wurde auf einem der Workshops gestaltet. Nicht nur Lübbener, auch passierende Touristen, nahmen teil.
Während des Trachtenfestes nahmen zahlreiche Festbesucher an den Workshops vor dem Museum teil. Fotos (3): Karen Ascher
Die Keramikskulpturen von Karen Ascher im Hafen wurden auf zahlreichen Kahnfotos verewigt.
Mit Sand Trachtenornamentik gestalten - dies erlebten die Schüler der Schule am Neuhaus bei ihrem Workshop. Foto: Melanie Asshoff

Dank und Rückblick zum Trachtenfest

Lübben

Knapp 100 ehrenamtliche Helfer waren Ende Juni zur Dankeschön-Veranstaltung des Bürgermeisters für ihren Einsatz beim Deutschen Trachtenfest 2019 gekommen. Ohne sie wäre das Fest nicht, was es geworden ist, sagte Lübbens Bürgermeister Lars Kolan: eine Veranstaltung, bei der sich Lübben als sehr guter und sympathischer Gastgeber präsentiert habe.

Ob Frühstückmacher, Parkplatzeinweiser, Gästeführer oder oder oder ... Jeder habe mit seinem Einsatz zum großen Gelingen des Festes beigetragen. Dass es gelungen war, daran gab es angesichts zahlreicher Dankesschreiben, die in einem Hefter vor Ort ausgelegt wurden, keinen Zweifel. Auch die rund 200 Bilder, die in einer Dauerschleife an die Wand projiziert wurden, bewiesen, dass der Anspruch des Festes, durch Tracht Menschen aus verschiedenen Regionen und Generationen sowie Trachtler und Nicht-Trachtler zu verbinden, aufgegangen war.

Die Helfer ließen es sich während der Dankeschön-Veranstaltung nicht nehmen, zahlreiche Hinweise für weitere Veranstaltungen dieser Art auf ein großes Flipchart zu schreiben. Auch mit Lob sparten sie nicht.

Fotografischer Rückblick zum Trachtenfest

Kunstaktion DRASTWA: Nah bei den Menschen

Die vom Förderverein des Museum Schloss Lübben eigens zur Umrahmung des Deutschen Trachtenfestes initiierte Kunstaktion "Drastwa/Tracht" ist beendet. Zwischen Anfang April und Ende Juni hatten 20 Künstler aus der Region, bis hin nach Dresden, Potsdam und Weißwasser ihre künstlerische Sicht auf das Thema Tracht im ehemaligen Schlossrestaurant präsentiert. Malerei, Zeichnung, Collage, Skulptur und Installation inspirierte vielschichtig und inhaltlich kontrovers die Besucher.

Die Künstler waren nicht nur mit ihrer Kunst vor Ort sondern auch als Workshopleiter. So kamen über den Aktionszeitraum Kindergartenkinder, Schüler, Erwachsene und Rentner in kleineren und größeren Formationen zusammen, um sich gemeinsam mit ihnen auf das Thema Tracht einzulassen und dazu auszudrücken. Das Anliegen des Museumsteams, Menschen zu aktiver Auseinandersetzung mit einem diskutierten und aktuellen Thema ihrer Heimat anzuregen, ging auf. Besonders während des Schreibworkshops kamen anregende Gespräche zum Umgang mit historischem Erbe und dessen Wertschätzung und Einordnung auf.

Als äußerst belebend empfanden Gäste die Öffnung des Museums zum Schlangengraben, die Wiese war u.a. Schauplatz des Künstlerpicknicks, des Landart- und des Stoffworkshops und zog über die Hintertür zahlreiche Besucher ins Museum. Dies würdigte auch Bürgermeister Lars Kolan in seinem Grußwort für den Ausstellungskatalog: Drastwa habe „den praktischen Wirkungsgrad unseres Museums Schloss Lübben auf das Schlossumfeld erweitert – eine Erfahrung, die wir gern in die Gestaltung des Museums aufnehmen“.

Der Bürgermeister würdigte weiterhin, dass die Aktion „den Gästen, Teilnehmern und Machern des Deutschen Trachtenfestes 2019 in Lübben auf überraschende, bereichernde und wohltuende Art vor Augen geführt [hat], dass wir mit dem Thema Tracht am Puls der Zeit sind: Wir haben Themen wie Heimat, Zugehörigkeit, Vielfalt und Zukunftsfähigkeit diskutiert und überlegt, wie wir unser eigenes, von der Niedersorbischen Tracht geprägtes Brauchtum lebendig halten“. Drastwa sei, „wie Kunst sein sollte: nah bei den Menschen, offen für Impulse von professionellen Künstlern und Laien und Spiegel für unser Tun beim Deutschen Trachtenfest und darüber hinaus.“

Schüler der Förderschule am Neuhaus und der nahegelegenen sportbetonten Grundschule zeigten sich angetan vom außerschulischen Lernort. Das Training des eigenen Standpunkts kann über künstlerische Tätigkeit spielerisch gelingen und hilft Kindern und Jugendlichen besonders gut dabei, Meinung zu äußern und sich in Toleranz zu üben.

Die Schule am Neuhaus berichtet wie folgt über ihren Besuch bei Drastwa: Am Dienstag den 14.05.2019 gestalten elf interessierte Schüler der Lübbener Förderschule „ihre“ Bilder zum Trachtenfest. Die Schüler gestalteten Muster und Ornamente typischer Trachten im Lübbener Schloss aus selbstgefärbtem Lausitzer Sand. – Eine Technik, die die Schüler in neue Welten eintauchen ließ. Unter Leitung der Künstlerin Brigit Ginkel (Berlin/Potsdam) gestalteten Schülerinnen und Schüler der „Schule am Neuhaus“ Bilder zu sorbischen Trachten. Das Besondere: Die Schüler verwendeten selbst gefärbten Sand und näherten sich sehr individuell dem sonst Unsichtbaren und scheinbar Unerklärlichen: Flächen und Formen der traditionellen Spreewälder Kleidung und Kopfbedeckungen wurden von den Schülerinnen und Schülern vorgezeichnet und anschließend mit gefärbtem Sand gefüllt. Dabei lernten die Schüler naturbelassene Pigmente mit Sand zu Farben umzuwandeln und anschließend ihre Bilder damit zu vollenden.

Wer die Aktion nicht erleben konnte, kann sich im Museum den anschaulichen Katalog zur Kunstaktion ansehen und mitnehmen oder auf der Webseite des Ateliers Franzka+Ascher ansehen oder herunterladen: http://hirnflug.de/?p=2718. Auch auf der Facebook-Seite des Museums kann man die Aktion nacherleben: facebook.com/Museum.Luebben

Artikel veröffentlicht am 12.07.2019 von Lübbener Stadtanzeiger mit Amtsblatt für die Stadt Lübben (Spreewald) 8 / 2019