Die Kameraden schrauben am Fahrgestell vom Robur 1800, der sich hier im größten Zerlegungsstand zeigt ohne Räder, Ladefläche, Führerhaus etc.

Corona bremst Fahrzeug-Restaurierung

Burg

Kameraden der Kauper-Wehr packen trotz Einschränkungen mit an

Jeder von uns erlebt täglich die Auswirkungen von Corona. Auch die Kauper-Wehr „weiß davon ein Lied zu singen“. Neben dem „ganz normalen Feuerwehrgeschäft“ hat sich die Wehr der Erhaltung (ihrer) historischen Feuerwehrgerätschaften verschrieben. Kaum eine Feuerwehr in Deutschland besitzt noch ihr gesamtes Großgerät seit ihrer Gründung. Wir haben es noch!

Dieses zu erhalten, bei besonderen Gelegenheiten zu zeigen und zu nutzen, ist Ziel des von der Kauper-Wehr gegründeten Fördervereins.

Eines unserer Ziele war, und ist es noch immer, bis zum 100-jährigen Feuerwehrjubiläum 2023 den Robur 1800, welcher unserer Wehr jahrelang treu gedient hat, zu restaurieren. Traf man sich bis Beginn des Jahres 2020 noch regelmäßig zum „Schrauben“, ist dies seit Corona passé.

Aber nicht nur das macht dem Förderverein zu schaffen. Auch der finanzielle Ausfall, weil die „Bunten Wasserträume“ nicht gezeigt werden konnten, wirkt sich massiv auf die Vereinsarbeit und somit auch auf den Fortschritt der Restaurierung aus. Einzelne kleinere Teile wurden von Vereinsmitgliedern in „Heimarbeit“ aufgearbeitet, aber ein Ello ist eben kein „Spielzeugauto“.

Auch andere Restaurierungen wurden, soweit es der Lookdown und die finanzielle Lage zuließen, durchgeführt. So wurde 2020 die Lenzpumpe Pa 206 der Burger Wehr von einzelnen Vereinsmitgliedern im „Homeoffice“ restauriert. Diese kann nun im Museum am Festplatz von Burg bestaunt werden. Ein „Scheunenfund“ bei Matthias Lehmann hat ebenfalls den Weg dorthin gefunden: eine Tragkraftspritze TS3. Diese Spritze war zwar in der DDR nicht für Feuerwehren zugelassen, fand aber in recht großer Anzahl ihren Weg dorthin. Ob im Amtsbereich Burg (Spreewald) eine solche Spritze bei einer Feuerwehr im Einsatz war, können wir nicht ausschließen. Hier wären wir für Informationen sehr dankbar.

Interessiert sind wir weiterhin an Geschichten, Bildern oder Gegenständen aus den „alten Zeiten“ der einzelnen Ortswehren.

Der beste Platz, diese für nachfolgende Generation zu bewahren, ist das alte Feuerwehrhaus am Burger Festplatz. In diesem Museum gab und gibt es immer etwas zu tun. So wurde im vergangenen Jahr, dank der Pension Willischza, ein Monitor angebracht, auf dem sich jeder Besucher in kurzen Filmen über einen Teil der ausgestellten Exponate informieren kann. Diese Filmreihe ist noch lange nicht vollständig und wird, sollten wir neue Erkenntnisse, historische Fotos und Geschichten erhalten, aktualisiert. Wir sind der Meinung, dass es zu jedem Exponat mindestens einen Beitrag geben sollte.

Was bei uns in 2020 wegen Corona noch zum Opfer fiel:

  • Die Weiterentwicklung der "Bunten Wasserträume" nebst Training für zusätzliche Bediener.

  • Die Aufarbeitung einer TS 3, welche uns als Spende von Fam. Matzk überlassen wurde.

  • Das Wichtigste: Die Pflege der Kameradschaft. Denn sie ist der „Kitt“, der alle Feuerwehren zusammenhält!

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Ihre Freiwillige Feuerwehr Burg-Kauper
Artikel veröffentlicht am 05.05.2021 von Burger Spreewald Zeitung | Amtsblatt für das Amt Burg (Spreewald) 5 / 2021