Blumenfreunde Nesselwang

Nesselwang

Ausflug der Blumenfreunde und Bäuerinnen

„Huier fahret mir ins Unterland, do wearts wohl an Neabel hau“, waren die Bedenken einiger Damen, als wir bei strahlendem Sonnenschein in Nesselwang in den Greis-Bus einstiegen. Unser Ziel war die Straußenfarm in Leipheim und Ulm. Aber schon nach Kempten war klar, dass es das Wetter gut mit uns meinte.

Auf der Straußenfarm mit ca. 1300 Tieren wurden wir schon erwartet und bekamen eine sehr interessante und kurzweilige Führung. Angefangen bei den kleinsten Straußenküken mit vier Wochen bis zum ausgewachsenen Strauß war alles dabei. So erfuhren wir, dass ein Straußenküken drei Tage braucht, bis es aus dem Ei geschlüpft ist, ein Strauß alles schluckt, was er in den Schnabel bekommt und zum Verdauen auch Steine frisst. Beim Rundgang über die großflächige Anlage wurden wir immer von den neugierigen Tieren begleitet und waren fasziniert von ihnen. Ein Straußenpaar konnten wir sogar noch bei der Paarung beobachten. Beim Abschluss im Hofladen durften wir dann noch Straußenwurst probieren und fleißig einkaufen. Nach dem Mittagessen in Leipheim ging es weiter nach Ulm. Einige sportliche Damen bestiegen das Münster, um oben einen Rundumblick über die Stadt zu genießen. Und im Fischerviertel konnten wir die alten Häuser bestaunen. Kaffee und Kuchen oder ein Eis durften auf keinen Fall fehlen, und dann stiegen wir wieder in den Bus Richtung Heimat. Bei der Einkehr in Heimertingen konnten wir den schönen Tag noch ausklingen lassen und freuen uns jetzt schon auf den nächsten Ausflug.

Vorschau: Am Donnerstag, 24. Oktober ist um 20 Uhr im Pfarrheim ein Vortrag von Biologe Dr. Michael Schneider zum Thema „Klimawandel – Einfluss auf Natur und Mensch im Allgäu“ (siehe Text unten). Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Und für Donnerstag, 28. November ist die Adventsfeier geplant.

Text und Bilder: Blumenfreunde Nesselwang

Klimawandel – Einfluss auf Natur und Mensch im Allgäu

Unser Klima wird immer verrückter: Der heißeste, der stürmischste, der trockenste, der kälteste… Es vergeht kaum kein Monat ohne neuen Superlativ. Welche Folgen aber hat der Klimawandel auf unsere Tier- und Pflanzenwelt? Der Klimawandel bringt die Jahreszeiten durcheinander und damit nicht nur den Fahrplan der Zugvögel. Fürsorgliche Vogeleltern auf der Suche nach Futter für ihre Brut schauen in die Röhre, da die Entwicklung von Insekten und Vögeln zusehends asynchron verläuft. Pflanzen blühen früher und fallen späten Frösten zum Opfer. Gebietsfremde Arten, Schädlinge und Krankheiten sind Gewinner des Klimawandels und können bereits in unseren Breiten angetroffen werden. Die Alpen und ihre Lebensräume reagieren besonders empfindlich auf den Klimawandel. Da es wärmer wird, folgen Tiere und Pflanzen ihrem Temperaturoptimum und „wandern“ weiter nach oben. Was passiert, wenn sie das Ende der Fahnenstange erreicht haben? Welche politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen bringt der Klimawandel mit sich? Welche Folgen hat der Klimawandel schließlich auf unsere Freizeitaktivitäten? Wie steht es um den Skitourismus? Im Vortrag wird versucht, anhand von Beispielen aus dem Allgäu Antworten auf einige dieser Fragen zu finden.

Text: Dr. Michael Schneider

Artikel veröffentlicht am 09.10.2019 von Nesselwanger Leben - Informationsblatt 5 / 2019