Bertha-von-Suttner Realschule plus Betzdorf

Efringen-Kirchen Kirchen

Schülerinnen und Schüler der Bertha haben die heimische Natur mit allen Sinnen erlebt

Die Projekttage der Bertha-von-Suttner Realschule plus Betzdorf nutzte eine Gruppe Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sechs bis neun zur Erkundung der heimischen Natur. Am ersten Tag erwanderte die Schülergruppe von Betzdorf aus den Steinerother Kopf.

Von diesem Aussichtspunkt bot sich bei hochsommerlichen Temperaturen ein grandioser Blick bis hin zum Siebengebirge. Nach Ende der Wanderung und Rückkehr auf das Schulgelände staunten alle über die zurückgelegte Strecke von 12 km.

Der zweite und dritte Projekttag stand unter dem Arbeitstitel "kleine Renaturierung eines Bachlaufs im Imhäuser Tal". Klimaneutral war auch an diesen Tagen die An- und Abreise auf Schusters Rappen. Unter fachkundiger Anleitung von Förster Bernd Schaefer beseitigten die Schülerinnen und Schüler Äste und Geröll aus dem Bachlauf, das in Folge der zurückliegenden Starkregenfälle angeschwemmt wurde. Engagiert und ausdauernd setzte die Jugend ihre Muskelkraft ein. Das Fazit von Tengiz Smoyev und Dawid Piatek lautete: "Es waren gelungene 'Projekttage, die Spaß gemacht haben. Toll fanden wir, dass wir bei Höchsttemperaturen das Schulgebäude gegen die Natur eintauschen konnten." Wohlwollend registrierten die Schüler zudem an diesen Waldtagen die Freiheit, sich nach eigenen Fähigkeiten einbringen zu können.

Woher kommt die Milch?

Die Palette der Milchprodukte ist eine der größten Warengruppen im Lebensmittelhandel. Doch wie wird heutzutage die hierfür benötigte Rohmilch gewonnen? Dieser Frage ging die Klassenstufe 6 der Bertha-von-Suttner Realschule plus Betzdorf nach und besuchte Landwirt Bernd Kemper auf dem Lindenhof bei Elkhausen. Der Lindenhof ist ein ausgewiesener „Lernort Bauernhof“ im Rahmen des gleichnamigen Projekts der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz.

Gleich bei der Ankunft ging es in den Melkstand, wo eine Gruppe von Kühen beim morgendlichen Melken zurückbehalten worden war. Nach einer kurzen Einführung durften alle Besucher ihr Talent beim Melken von Hand unter Beweis stellen. Dabei waren Lehrer und Schüler gleichermaßen überrascht, dass die Milch „auf Badewassertemperatur“ (ca. 39°C) aus dem Euter kommt. Als nächstes besichtigte man den Kälberstall, ein Ort, von dem sich besonders die Schülerinnen nur schwer wieder trennen konnten. Die Schüler erfuhren unter anderem von Herrn Kemper, wofür die Kälber nach der Geburt gechipt werden. In der anschließenden Frühstückspause bekamen Kinder und Lehrer gekühlte, aber ansonsten unbehandelte Rohmilch serviert, für viele eine ganz neue Geschmackserfahrung.

Nach dem Frühstück ging es zurück in die Ställe, wo es noch viel zu entdecken gab. Die anschließende Rundfahrt im Traktoranhänger war besonders für die Jungen ein Highlight des Tages. Zugleich gewannen die Besucher so einen guten Überblick über die Dimension des Bauernhofes, der neben Stallungen und Wirtschaftsgebäuden auch über Viehweiden und Anbauflächen für Futtermittel verfügt.

Zum Abschluss der Exkursion zeigten die Schüler ihr gewonnenes Wissen in einer Hofrallye und wurden dafür mit einem Schokodrink der abnehmenden Molkerei belohnt. So endete ein spannender Vormittag an einem außerschulischen Lernort für alle vergnüglich.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Familie Kemper für die interessante und interaktive Hofführung.

Artikel veröffentlicht am 05.07.2019 von Aktuell - Mitteilungsblatt für die VG Kirchen (Sieg) 27 / 2019