Basilika Vierzehnheiligen Bildrechte: Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein
Basilika Vierzehnheiligen Bildrechte: Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein

Basilika Vierzehnheiligen

Bad Staffelstein

Basilika Vierzehnheiligen

Die prächtige Basilika der 14 Heiligen befindet sich sieben Kilometer entfernt von Bad Staffelstein – ein barockes Meisterwerk mit Weltruhm:

Die 14 heiligen Nothelfer sind drei Bischöfe, drei Ritter, drei Jünglinge, drei Jungfrauen, ein Abt und Christophorus mit dem Jesuskind. Der Überlieferung nach sollen sie 1446 dem Hirtenjungen Hermann Leicht auf dem Grund des einstigen Gutes Frankenthal erschienen sein. An diesem Ort befindet sich nun mit der prächtigen Barockkirche Vierzehnheiligen die bekannteste Wallfahrtskirche Frankens. Sowohl die Kirche, als auch die Propstei wurden im Bauernkrieg 1525 Opfer der zornigen Bauern.

1543 weihte man eine neue Kirche, so dass die Wallfahrt weitergeführt werden konnte. Bischof Friedrich Karl von Schönborn ließ zwischen 1743 bis 1772 die heutige prächtige Basilika errichten. Zusammen mit dem Kloster Langheim wurde Vierzehnheiligen 1803 durch die Bayern säkularisiert, die Wallfahrt wurde sogar anfänglich verboten. Später wurde die Wallfahrt zunächst von den Dominikanern betreut, seit 1839 schließlich von den Franziskanern. 1897 wurde die Basilika von Papst Leo XIII. in den Rang einer „Basilika Minor“ – einer päpstlichen Basilika – erhoben.

Im Inneren erwartet die Besucher ein beeindruckendes Barockspektakel: Imposante Deckengemälde, Stuck allüberall, faszinierende Lichtspiele und Dutzende Engel- und Heiligenfiguren.

In der Mitte des Gotteshauses erhebt sich – just am Ort der Erscheinungen des Schäfers – der Gnadenaltar, das Zentrum der Liturgie und der Kirche selbst. Der Altar ist im Stil des Rokoko gehalten und zeigt uns die 14 Nothelfer. An der dem Hochaltar zugewandten Seite ist eine Kammer mit den vier Darstellungen der Erscheinungen zu sehen. Der Baldachinhimmel gewährt einen Durchblick zum Hochaltar – und wenn man am Hochaltar steht, hat man den Gnadenaltar und Kloster Banz in einer Flucht im Blick. Zwölf Nothelfer sind in drei Etagen zu jeweils Vieren zu finden, die beiden Heiligen Barbara und Katharina stehen an den seitlich angebrachten Altären. Besuchenswert ist auch die Kerzen-Kammer: Hier können Sie eine Kerzenspende mit einem persönlichen Anliegen verbinden. Wer in Ruhe beten will, ist im Andachtsraum ungestört.

Viele Wallfahrten

Vierzehnheiligen ist alljährlich das Ziel alleine von 160 Fuß-Wallfahrten, die Pilger mit dem weitesten Weg kommen aus Simmershausen in der Rhön und sind vier Tage unterwegs. Doch auch per Rad, Bus und teilweise sogar auf dem Traktor pilgern Gläubige zur Basilika. In den Sommermonaten kommen jeweils mehrere Wallfahrten aus ganz Franken, Thüringen, Hessen und Altbayern in Vierzehnheiligen an.

Der Baumeister Balthasar Neumann

Niemand hat den fränkischen Barock so sehr geprägt wie Balthasar Neumann. Er schuf die Wallfahrtskirchen Vierzehnheiligen, Maria Limbach bei Eltmann, Gößweinstein und die Würzburger Residenz. Neumann, der von 1687 bis 1753 lebte, war bereits 25 Jahre alt, als er sich erstmals mit der Baukunst befasste. Im Jahr 1719 wurde er im Alter von 32 Jahren mit dem Bau der Würzburger Residenz beauftragt. Die zwischen 1720 und 1744 erbaute Residenz war das Lebenswerk Neumanns.

Infozentrum

Das Informationszentrum in der Eingangshalle des Klosters bietet eine Vielfalt an Informationen rund um Basilika und Orden. In der Eingangshalle der Propstei gleich gegenüber dem Seiteneingang der Basilika kann sich der Besucher nun mittels Multimedia-Präsentationen über die Themen Basilika, Wallfahrt, Glaube und Kirche sowie über den Franziskanerorden informieren. Ebenso dabei: einige Vitrinen mit wertvollen Exponaten, beispielsweise den Figuren der 14 Nothelfer. Auch der Schriftenstand ist nun im Informationszentrum zu finden – mit vielen lesenswerten Schriften und Büchern rund um den Gnadenort.

Eine alte Sage des christlichen Glaubens:

„Man schrieb das Jahr 1445, als dem Schäfer des Klosters Langheim (bei Lichtenfels), Hermann Leicht, am 24. September gegen Abend auf einem Acker ein weinendes Kind erschien. Als er näher hinzutreten wollte, war das Kind wieder verschwunden. In einer zweiten Vision erblickte er abermals das Kind, doch nun zu beiden Seiten je eine Kerze. Im darauf folgenden Jahr, am 28. Juni 1446, erschien wiederum das Kind, diesmal mit einem roten Kreuz auf dem Herzen und umgeben von vierzehn Kindern, alle gleich gekleidet, halb weiß, halb rot. Das Kind in der Mitte sagte zu dem Schäfer: Wir sind die vierzehn Nothelfer und wollen eine Kapelle haben, auch gnädiglich hier rasten. Daraufhin verschwand die Kinderschar in den Wolken. Auf den Bericht des Klosterschäfers hin errichtete man noch im selben Jahr an der Stelle der Erscheinungen ein Kreuz. Wenige Tage nach der letzten Erscheinung des Schäfers wurde ein erstes Wunder bekannt: Eine todkranke Magd aus Langheim wurde nach Anrufung der vierzehn Nothelfer geheilt. Die Kunde sprach sich rasch herum, und fortan kamen immer mehr Hilfesuchende ins Frankenthal, wie die Gegend um den späteren Gnadenort Vierzehnheiligen hieß.“

Die 14 Schutzpatrone:

Anfang des 14. Jahrhunderts breitete sich die Nothelferverehrung von Regensburg über ganz Deutschland aus. Wie sich diese 14 Heiligen zusammensetzten, war jedoch von Ort zu Ort unterschiedlich, da in manchen Orten gewissen Heiligen eine besondere Verehrung zuteilwurde, die dann andere Heilige der Reihe „verdrängten“ – oder die sich „dazugesellten“, so dass auch 15, 16 oder 17 daraus werden konnten. Vierzehnheiligen ist der bedeutendste Wallfahrtsort, an dem 14 Heilige verehrt werden: Georg, Eustachius, Achatius, Blasius, Dionysius, Erasmus, Cyriakus, Vitus (Veit), Pantaleon, Barbara, Katharina, Margaretha, Christophorus und Egidi.

Artikel veröffentlicht am 14.04.2018 von Kur & Tourismus Service Bad Staffelstein