Ausstellung Helden, Märtyrer, Heilige: Heiliger Georg, Niederlande, um 1510 Germanisches Nationalmuseum, Nürnber
11.04.2019 - 04.10.2019

Ausstellung: Helden, Märtyrer, Heilige. Wege ins Paradies

90402 Nürnberg

Helden, Märtyrer, Heilige - Menschen faszinieren mutige Heroen, willens-starke Visionäre und entschiedene Kämpfer für die (vermeintlich) richtige Sache. Geschichten über sie begeistern, zugleich motivieren sie, es den Protagonisten nachzutun. Solche Helden werden zum Vorbild für die eigene Lebensführung und können Hoffnung geben in schwerer Zeit. Dabei ist un-erheblich, ob es sich um eine historische oder eine erfundene Figur handelt. Rund 50 Exponate des 13. bis 15. Jahrhunderts, Highlights der hauseigenen Skulpturen- und Gemäldesammlung, veranschaulichen in dieser Ausstellung die spätmittelalterliche Vorstellung von einem vorbildlichen Leben und damit vom sicheren Weg ins Paradies.

Für die Erzählung großer Heldentaten hat sich ein Grundmuster herausgebildet, das von antiken Texten bis zum Hollywoodfilm auf einer vergleich- baren Dramaturgie beruht – die so genannte Heldenreise. Der Held oder die Heldin folgt einer Berufung, muss Bewährungsproben bestehen, um unter Einsatz des eigenen Lebens eine Gefahr zu bannen und einen aus dem Gleichgewicht geratenen Zustand wieder ins Lot zu bringen. Beispiele finden sich zahlreich, wie den heiligen Georg, der die Prinzessin vor einem Drachen rettete, oder den heiligen Veit, der den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurde, von ihnen aber verschont blieb. Woher kannten Menschen im Spätmittelalter solche Geschichten, wie erfuhren sie von ihnen? Die Ausstellung zeigt, wie die Identifikation der Menschen mit Helden, Märtyrern und Heiligen in der Glaubenswelt des Spätmittelalters ausgesehen hat.

Kurator: Dr. Markus Prummer, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Sammlung Malerei bis 1800 Pressekonferenz: Dienstag, 9. April 2019 um 11:00 Uhr

Sonderausstellung 11. April 019 – 4. Oktober 2020
Germanisches National Museum

Kartäusergasse 1, 90402 Nürnberg
www.gnm.de

Artikel veröffentlicht am 06.02.2019 von Germanisches Nationalmuseum 6 / 2019