Exponat der Schau „Engelswelten“ im Dioezesanmuseum Bamberg Quelle: BAMBERG Tourismus & Kongress Service
Exponat der Schau „Engelswelten“ im Dioezesanmuseum Bamberg Quelle: BAMBERG Tourismus & Kongress Service
Exponat der Schau „Engelswelten“ im Dioezesanmuseum Bamberg Quelle: BAMBERG Tourismus & Kongress Service
Dioezesanmuseum Bamberg Quelle: BAMBERG Tourismus & Kongress Service
12.04.2019 - 14.07.2019

Ausstellung „Engelwelten“ im Diözesanmuseum

96047 Bamberg

Was sind Engel? Geflügelte Überbringer göttlicher Botschaften? Unerschrockene Krieger gegen das Böse? Schützende Wegbegleiter? Weibliche Lichtgestalten oder kindergleiche Wesen?

Die kommende Ausstellung im Diözesanmuseum auf dem Bamberger Domberg (12. April bis 14. Juli 2019) dokumentiert die faszinierende Welt der Engel, indem sie ihren Ursprüngen, Entwicklungssträngen und vielfältigen Ausprägungen nachgeht.

Auch wenn der Begriff „Engel“ ursprünglich einen Boten bezeichnete, gehen die Vorstellungen darüber, wo Engel herkommen, wie sie aussehen und was sie tun, stark auseinander: schakalköpfige Begleiter der Toten ins Jenseits, geflügelte Überbringer göttlicher Botschaften, unerschrockene Krieger gegen das Böse, nackte Knäblein als Vermittler zwischen Liebenden, vorsehende Beschützer von Menschen in Gefahr – dies sind nur einige der bekanntesten Begriffszuordnungen, die wir dem Konzept „Engel“ zuordnen.

Das zeigt deutlich, dass sich der Begriff „Engel“ über kulturelle und zeitliche Distanzen hinweg als Bezeichnung für eine große Bandbreite unterschiedlichster Phänomene und Vorstellungen etabliert hat. Und genau daher ist es auch so schwer, einen gemeinsamen Nenner für alle bestehenden Konnotationen zu finden, weil sich bei genauerer Betrachtung dieses vermeintlich gut bekannten Themas stetig neue Fragestellungen ergeben…

Die Ausstellung dokumentiert die faszinierende Welt der Engel, indem sie ihren Ursprüngen, Entwicklungssträngen und vielfältigen Ausprägungen nachgeht und wagt dabei etwas Neues. Sie zeigt die Vielfalt der „Engelwelten“ in der jüdisch-christlichen Kultur und widmet sich der Fragestellung, auf welcher Grundlage sich diese überhaupt entwickeln konnte. So stößt man beispielweise bei der „Ahnenschau", ebenso unverhofft wie unvermeidlich, auf eine stattliche Anzahl Jahrtausende alter Vorbilder aus verschiedenen alten Hochkulturen: man trifft auf Archetypen griechisch-römischen Ursprungs, genauso wie auf ägyptisch-kanaanäische und selbst assyrische Vorbilder. Hochinteressant dabei ist, dass diese allesamt in den christlichen Engeln weiterleben, wie es unbestritten in deren verschiedenen Darstellungsweisen deutlich erkennbar ist.

So bringt uns die Betrachtung dieser Genealogie zwar dem Wesen der Engel etwas näher, dennoch bleibt der Versuch einer Definition des Phänomens der Engel noch immer ein Wagnis – es ist also doch nur ein Versuch, einem unbegreiflichen Aspekt des Seins, etwas „Unfassbarem“, einen Namen zu geben.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt, das mit dem Bibel & Orient Museum in Freiburg (Schweiz) und dem Diözesanmuseum Rottenburg realisiert wurde. Die Öffnungszeiten des Museums sind von Dienstag bis Sonntag zwischen 10.00 und 17.00 Uhr.

Artikel veröffentlicht am 09.04.2019 von BAMBERG Tourismus 15 / 2019