05.10.2018 - 13.01.2020 00:01 Uhr

Ausstellung: Dichtende Zeichnungen Die virtuose Kunst des Paul Holz

Regensburg


Der Name Paul Holz (Riesenbrück / Vorpommern 1883–1938 Schleswig) wird von Kennern gern in einem Atemzug mit Paul Klee, Wassily Kandinsky, Alexej Jawlensky oder auch Alfred Kubin genannt. Seine virtuosen und furiosen Federzeichnungen stehen in dieser Ausstellung im Mittelpunkt. Beleuchtet werden seine künstlerischen und literarischen Inspirationsquellen sowie seine Kontakte an der Kunstakademie Breslau – etwa zu Oskar Moll und Otto Mueller

Obwohl Holz aus einfachsten ländlichen Verhältnissen kam, zunächst sein Auskommen als Volksschullehrer hatte und als Künstler Autodidakt war, machte er sich schon bald einen Namen bei den Künstlergrößen aus seinem schlesischen Umfeld. Oskar Moll berief ihn als Zeichenlehrer an die Kunstakademie Breslau, doch mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 verlor Holz diese Anstellung aufgrund seiner unbeirrt freien und unangepassten Kunst. Er war ein Meister der Federzeichnung, schuf bevorzugt Bauern- und Zirkusszenen und ließ sich durch Romane von Fjodor Dostojewski und Knut Hamsun zu hunderten an Zeichnungen inspirieren.

Das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg verwahrt mehr als 50 Zeichnungen aus dem Nachlass des Künstlers. Anlässlich von Holz' 80. Todestag würdigt das KOG 2018 Paul Holz und seine konsequent eigenwillige Position innerhalb der Kunst der Moderne.

Veranstaltungsprogramm und Kunstvermittlung

Auch 2018 wird das KOG mit einem breitgefächerten Veranstaltungsangebot aufwarten. Neben den bewährten Führungsreihen für unterschiedliche Zielgruppen wie KOG-tail, Führung am Nachmittag und Führung für Eltern mit Baby liegt der Fokus besonders auf Angeboten für Kinder und Familien. Verschiedene Workshops, Familiennachmittage, die Kinderführungen mit den Juniorgästeführerinnen Anna, Lina und Charlotte und insbesondere die vielbesuchten Kindereröffnungen bieten viele Gelegenheiten, auf spielerische Art Kunst zu entdecken und selbst kreativ zu werden. Museumsmaskottchen Koggi ist ein beliebter Begleiter durch die Welt der Kunst. Mit einem Museumsführer für Kinder, der im Frühjahr vorgestellt wird, können sich Kinder auch selbständig bzw. mit ihren Eltern auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise in der neuen Schausammlung des Museums begeben.

Das neue Konzept der Dauerausstellung unter dem Motto „Woher kommen wir, wohin gehen wir?“ bietet Möglichkeiten, sich anhand der Kunstwerke auch mit kulturhistorischen Themen zu befassen. Zu den neuen Schulprogrammen, die sich der Kunst an sich widmen, werden ab dem Frühjahr weitere hinzukommen, die sich mit Fragen rund um Identität oder Heimat beschäftigen und Einblicke in die Geschichte des 20. Jahrhunderts geben.

Dank der Kooperation mit KreBeKi, der Stiftung für kranke und behinderte Kinder in Bayern, wird das KOG auch im kommenden Jahr Inklusive Workshops für Kinder mit und ohne Handicap anbieten können.

Laufzeit: 5. Oktober 2018 bis 13. Januar 2019

Eröffnung: Donnerstag, 4. Oktober 2018

Artikel veröffentlicht am 13.12.2017 von Kunstforum Ostdeutsche Galerie 50 / 2017